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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1901-01-01 · Heft 1 (1.1.1901) · p. Seite 16

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
21 (1901)
Issue
Heft 1 (1.1.1901)
Date
1901-01-01
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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'. V ' ' \. — 16 — : nach Rampolla keine Schwierigkeit. Denn Pelagius hatte als Diakon den Papst Vigilius nach Konstantinopel begleitet. Dort erhielt Vigilius von Justinian besondere Privilegien für Rom und Italien und wahrscheinlich auch die Überbleibsel der Makkabäer. Vigilius starb auf der Rückreise in Sizilien und Pelagius kam «ach Rom, wo er als Nachfolger erwählt wurde. Ein seltsamer Irrtum, der aber doch' bezeugt, daß die Reliquien der Makkabäer einige Zeit in Konstantinopel aufbewahrt wurden, bezeichnet in den liturgischen Blättern der Konstantinopolitanischen / Kirche immer Eleazar als Vater der Makkabäer. Dieser Irrtum beruht auf einer falschen Interpretation einer Homolie von Gregorius Nazianzenus. Als man im Jahre 1876 in Rom den Hochaltar von St. Peter oder Vineula abriß, um eine Konfefsio zu erbauen, stieß man auf einen christlichen Sarkophag aus dem vierten oder fünften Jahrhundert, in welchem sich sieben Abteilungen befanden, und in jeder Abteilung fand man Asche und Gebeine. In der Nähe des Sarkophags, wie auch in dem Innern lagen zwei bleierne Tafeln, die angaben, daß dort die Überreste der sieben Makkabäischen Brüder mit beiden Eltern aufbewahrt wären. Em Zeichen, daß die Reliquien von Konstantinopel nach Rom überbracht wurden, denn weder in Rom noch in Antiochien, sagt Rampolla, hat man jemals' den greisen Eleazar als Vater der Makkabäer angesehen, nur in Konstantinopel hat man diesen Irrtum begangen. Mozart und die Gesetzgebung in Wezug auf die Iudentaufen. Wie derseh. G. Wolfs in seinem Buche „Judentaufen in Österreich" mitteilt, hat Wolfgang Amadeus Mozart, der berühmte Componist des „Don Juan" und der. „Zäuberflöte", die Gesetzgebung in Bezug auf die Judentaufen, wenn auch unbewußt, beeinflußt. Da nämlich unter der Regierung der Kaiserin Maria Theresia öfters .Fälle vorkamen, daß jüdische Kinder zwangsweise getauft wurden, und es //gar oft geheißen hat, die Kinder hätten selbst die Taufe gewünscht, so gab in einem gegebenen Falle die Hofkanzlei (jetzt Ministerium des Innern) ihr Votum am 1,9. Januar 1765 dahin ab, daß die anni discretionis (Jahre der Vernunft) mit der Vollendung des siebenten Jahres beginnen sollen. Sie begründete ihr Votum vnter anderem damit: „wie man denn erst in den abgewichenen Jahren gewisse, voh Salzburg gebürtige Kinder unter dem siebenten Jahre ihres Alters in der Welt herumgeführt, welche in der Musik so erfahren gewesen, daß sie selbst eoiyponirt haben, wozu mehr als ein judicium discretivum erfordert wird." Diese Kinder, von welchen hier die Rede ist, waren Wolfgang Amadeus Mozart und seine -Schwester, mit welchen ihr Vater, als sie noch kleine Kinder waren, Kunstreisen unternahm. Wie aus dem Mitgeteilten ersichtlich ist, übte der kleine Mozart einen

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