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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1900-08-01 · Heft 8 (1.8.1900) · p. Seite 182

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
20 (1900)
Issue
Heft 8 (1.8.1900)
Date
1900-08-01
Page
Seite 182 (sequence 14)
Language
German
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182 „Ethik des Judentums" wird von der „Amerikanisch-Jüdischen Publikations- Gesellschaft" in New-Iork in englischer Übersetzung herausgegebe». — Der 18. Jahresbericht des Kuratoriums der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin liegt uns vor. Das Jahr brachte die Feier des achtzigsten Geburtstages des hochverdienten Vorsitzenden des Kuratoriums, Herrn Sanitätsrats Dr. S. Neumann. Bei Gelegenheit dieses Jubiläums haben Herr Sanitätsrat Dr. Neumann und der ihm eng befreundete Herr Bernhard C. Croner der Bibliothek der Lehranstalt das wertvolle und höchst anerkennenswerte Geschenk von 405 hebräischen Werken aus der Landshut-Samnilung zugewendet. Frau Professor Steinthal schenkte 150 Bücher und Broschüren biblisch-exegetischen und literarhistorischen Inhalts aus dem Nachlaß ihres verewigten Gatten. Die Frequenz der Anstalt ist aus folgenden Daten ersichtlich: Die Zahl der ordentlichen Hörer hat betrage^: Im Sommersemester 1899 23. Im Wintersemester 1899/1900 26. An dem Lehrkursus zur Ausbildung von akademisch-gebildeten Lehramtskandidaten und Lehrerinnen für den Religionsunterricht haben teilgenommen: Im Sommer- Semester 1899 5 Lehramtskandidaten und 5 Lehrerinnen. Im Winter-Semester 1899/1900 4 Lehramtskandidaten und 4 Lehrerinnen. Vorträge haben in diesem Jahre gehalten: Herr Rabb. Dr. Porges aus Leipzig, „Jüdische Erwerbs- und Vermögensverhältnisse im XIII. Jahrhundert." Herr Syndikus Dr. Georg Minden: „Das Volksmärchen von der bösen Rabbinerin." Herr Rabb. Dr. Paul Rieger aus Potsdam: „Das Judentum an der Wende des Jahrhunderts." Herr Dr. Martin Schreiner: „Die Sittenlehre des Islam und ihre Beziehungen zum Judentum." Herr Karl Emil Franzos: „Aus einem ungedruckten Roman." Herr Landtagsabgeordneter Dr. Max Hirsch: „Ein Stück soziale Frage, mit Rücksicht auf die Bibel." Dem Jahresbericht ist eine wissenschaftliche Beilage von Dr. Martin Schreiner „Studien über Jeschua ben Jehuda" beigegeben. — Unter dem Titel „Habylon" hielt Herr Professor Dr. Delitzsch, der bekannte Orientforscher, jüngst im Hörsaale des Kunstgewerbe - Museums in Berlin einen Vortrag, dem wir folgende höchst interessante Ausführungen entnehmen. Der Redner knüpfte daran an, daß uns durch die Bagdad-Bahn, diese große deutsche Unternehmung, Mesopotamien, das uralte Kulturland, bald nahe gerückt sein werde. Aber schon vorher, wenn auch später als andere Nationen habe die deutsche Forschung begonnen, diesem Lande ihre Aufmerksamkeit zuznwenden. Eine Expedition der „Deutschen Orient-Gesellschaft" unter Leitung Koldeweys sei zur Zeit am Werke, das Trümmerfeld Babylons durch Ausgrabungen zu erforschen. Was diese Expedition gefunden hat, was von ihrer weiteren Arbeit noch erhofft werden darf, und welche Resultate für die Geschichte der Menschheit hier sich ergeben können, damit beschäftigte sich der Haupttheil des Vortrages. Wir kennen zwei Punkte des alten Babylon: die Handelsstadt in der die Geschäftshäuser der großen Kaufleute standen, durch einen Kanal mit dem Euphrat verbunden, und den Palast

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