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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1900-03-01 · Heft 3 (1.3.1900) · p. Seite 71

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
20 (1900)
Issue
Heft 3 (1.3.1900)
Date
1900-03-01
Page
Seite 71 (sequence 23)
Language
German
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1 — 71 — cirung der Quellenangaben, Varianten und einer Einleitung versehen von Salomo» Buber. Berdyczew Druck und Verlag von I. Scheftel 1899, II Bände. Der unermüdliche, durch die Herausgabe von Midraschim rühmlichst bekannter Herr Salomon Buber in Lemberg, dem die jüdische Litteratur äußerst wertvolle Quellenschriften verdankt, hat sich durch die Herausgabe obbenannten Werkes von Neuem ein großes Verdienst erworben. Enthält durch die Sammlung eine Auslese aus den Talmuden und Midraschim zu jedem einzelnen Verse der 150 Psalmen und ist dieses Werk sowohl für Bibelnnd Altertumsforscher eine unerschöpfliche Fundgrube, die besonders bei Studien über die Psalmen unentbehrlich ist. Prediger und Schrifterklärer finden in diesem Werke reiche Anregungen und geordnetes Quellenmaterial zu ihren Vorträgen. Möge Herr Jakob Scheftel in Kiew, der für eine entsprechend schöne Ausstattung dieses Werkes gesorgt hat, durch reichen Absatz entlohnt werden. (Preis 6 Mk. — 7 francs — 7 Kronen.) Des leichteren Bezuges wegen ist auch Herr Salomon Buber in Lemberg gegen Einsenden des Betrages bereit, die Übersendung des Buches durch Herrn Jakob Scheftel zu vermitteln. — Hecht-Kayserling, Handbuch der jüdischen Litteraturgeschichte von der Zeit des Bibelabschlusses bis zur Gegenwart. 7. Auflage. Leipzig Gustav Engel 1900. Bor noch nicht langer Zeit gaben wir in diesen Blättern (Nr. 12, 1899) unserer Freude darüber Ausdruck, daß man in neuester Zeit der nachbiblischen Geschichte größere Aufmerksamkeit zuwende. Im Verlaufe von wenigen Jahren sind die Lehrbücher von Baeck, Brann, Kroner und Levin erschienen. Nun liegt uns wieder ein neues Lehrbuch oder „Handbuch", wie es der Verfasser nennt, vor. Der Name „Handbuch" scheint uns der richtige Titel zu sein; denn die neue 7., teils verbesserte, teils neu bearbeitete Auflage ist durch eine Fülle von Gelehrsamkeit, die darin aufgespeichert liegt, ein geeignetes Handbuch für den Lehrer. Als Lehrbuch für den Schüler dagegen scheint es uns gegen die erwähnten Werke von Baeck, Brann, Kroner Und Levin zurückzustehen. Wir haben es schon zu wiederholten Malen hervorgehoben, daß ein Lehrbuch der jüd. Geschichte und Litteratur ohne Proben sich ebensowenig zum Gebrauche für den Unterricht eignet, wie etwa ein deutsches Lehrbuch für Obergymnafien, das keine Proben enthielte. Diese Proben sind in einem Lehrbuche für jüd. Geschichte umso notwendiger, als dem Schüler keine billigen Volksausgaben zu Gebote stehen. Für die deutsche Litteratur stehen dem Schüler bekanntlich billige Ausgaben von Reclam, Mayer, Hendel u. a. zur Verfügung; die jüdische Litteratur, welche keine Maecene in unserer Zeit aufzuweisen hat. hat leider nichts dergleichen; daß sich aber der Schüler das sehr kostspielige Werk „Winter und Wünsche", oder auch nur die ebenfalls nicht billigen Werke „Zionsharfe" von G. Karpeles oder „Hebraeische Melodien" von Seligmann Heller anschaffe, ist wohl eine zu große Zumutung. Deshalb, glaube ich, wird jeder paedagogische Fachlehrer meine Behauptung, daß ein Lehrbuch der jüd. Geschichte ohne Proben zur Einführung in Schulen nicht enlpfohlen werden kann, unterschreiben. Wir wollen gerne die große Gelehrsamkeit

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