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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1900-02-01 · Heft 2 (1.2.1900) · p. Seite 43

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
20 (1900)
Issue
Heft 2 (1.2.1900)
Date
1900-02-01
Page
Seite 43 (sequence 20)
Language
German
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43 ' -4^- »y " r ' '- r'7v, Kaspische Meer in das Oxusthal bis Balkh, dann nordwärts durch die Länder der Tagazgaz-Tttrken bis an die Grenzen Chinas. Jüdische Kaufleute wären ans , allen diesen Wegen zu finden und brachten oft viele Jahre auf diesen Reisen zn, ehe sie nach Hause znrückkehrten. — Von den „Mitteilungen vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebunde" ist jüngst die Nummer 52 erschienen. Sie enthält zunächst den Bericht über die gedeihliche Wirksamkeit der Bezirks-, Provinzial- und Landesverbände, sodann verschiedene Mitteilungen über die Stellung des preußischen Kultusministeriums zum jüdischen Schulwesen, über die Ergebnisse eines vom Gemeindebund unternommenen Preisausschreibens, über die Verlegung von Märkten auf die jüdischen Feier- . tage, über die Lehrerpeusionskasse, die Bekämpfung des Wanderbettels durch Verbesserung der Armenpflege, das statistische Jahrbuch u. s. w., endlich einem sehr warmen Nachruf auf das Mitglied des Ausschusses, Komerzienrat Julius Isaak. Den Schluß bildet die Mitteilung, daß der Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Frankfurt ä. M. den Betrag von 1000 Mark zur Förderung des Religionsunterrichts auf weitere drei Jahre bewilligt hat, ein nachahmenswertes Beispiel, dessen Motivirung jeder unterschreiben wird, der die Thätigkeit des Bundes auf diesem Gebiete aufmerksam verfolgt hat: „Wir bitten Sie, in dieser Bewilligung ein Zeichen unserer Anerkennung für das zu sehen, was der Bund bisher auf diesem wichtigen Gebiet geleistet hat, und würden uns freuen, wenn andere Gemeinden hierdurch zu einer Erhöhung ihrer Leistungen sich veranlaßt sähen." — Geigers berühmtes Buch „Was hat Wohamed dem Iudentumr entnommen" ist jetzt, über sechzig Jahre nach seinem ersten Erscheinen, von einer in Indien lebenden Engländerin, Miß F. M. Ioung, ins Englische übersetzt worden. Die Übersetzerin ist' Mitglied eines Frauenvereins zur Unterstützung der Missionsgesellschaft in Delhi und gibt in der Vorrede zu ihrem Buch folgenden Grund zur Vornahme der Übersetzung an: „Ich habe die Übersetzung dieser Preisschrift des Rabbi Geiger auf Wunsch des Pastors G. A. Lefroy, Direktors der Cambridge-Missionsgesellschaft in Delhi übernommen, dem eine englische Übersetzung des Buches sehr wertvoll für seinen Verkehr mit den Mohamedanern, erschien. Pastor H. D. Grieswold von der amerikanischen Presbyterianermissiön in Lohora ist so gütig gewesen, alle hebräischen und arabischen Zitate zu übersetzen und die ganze Übersetzung durchzusehen." — Bei dem Preisausschreiben für den Neubau der königlichen Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums in Dresden ist unter 30 eingegangenen Entwürfen der erste Preis von 2500 Mark dem Entwurf des Regierungsbaumeisters Gmanuel Hermann in Ueubabelsberg zuerkannt worden. — In den bei Georg Reimer (Berlin) erschienenen, von Dr. Paul Uathan herausgegebenen „Erinnerungen" von Ludwig Bamberger, erzählt der gefeierte Parlamentarier folgende Episode aus seinem Aufenthalte kn Bern (1849): „Meinem Geschmack gemäß kam ich nicht viel in die Kneipe. Dagegen fand ich sehr freundliche Aufnahme im Hause des berühmten Physiologen Valentin, der Professor an der Universität war. Er war ein gütiger, leutseliger

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