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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1900-01-01 · Heft 1 (1.1.1900) · p. Seite 12

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
20 (1900)
Issue
Heft 1 (1.1.1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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liehen Juden mit Hülse seines Hundes zu packen.. Mit einer Miene, in der Wehmuth und Schalkheit mit einander stritten, sagte,Hebel: „Laßt's nur gutsein, ich gehe mit." Würde! er für einen Inden gehalten, so wollte er auch erleben, wie es einem solchen ergehen sollte. In seine j alte Lustigkeit verfallend, sagte er zu ^seinem Widerpart: „Ich spreche, wie Ihr Euch überzeugen sollt, allerdings hebräisch und das nicht gerade schlecht. Werde ich nun für eitlen Hebräer gehalten, weil ich - diese Sprache gelernt habe-mtb mich darin ansdrncken kennt, obgleich ich kein Jude bin,--so ist das fehr schmeichelhaft für mich."! Cchelntisch sah er den halbverdntzien Zöllner an und als dieser'stehen blieb, sagte Hebel: „Ich gehe zwar nrit Euch,, aber Jndenzoll zahle ich nicht, führt mich znm Richter!" Oächelnd folgte der ArrestattL denn ehemaligen Unteroffizier und lächelnd nahm er all die Schintpsnamett entgegen) die ihm von Groß und Klein zu Theil nonrden. „Hep, Hep!" schrie die "hoffnungsvolle Jugend!.: mtb „Jüd, Jnd!" rief man ihnt ans den Fenstern itach. Hebel fonute 'mit* lachen und kam endlich znm Torfrichter, der ihit des venveigerten Leibzolls wegen nrit einer Prügelsuppe bewirten und frei beherbergen rvvllte. Jetzt hieß es, den Spaß irr Ernst umfefjreit;, luemi er nicht dnrchgeprügelt rverden wollte. Er legte seine Universitätszengnisse! und seinen Reisepaß vor und blickte den Gestrengen frageird arr- Tiefer aber gab sich nicht ganz gefangen, roeil er sich für einen Inden ausgegeben hatte, derer nicht wat. Hebel wußte ihm aber den^Meister zu zeigen, und der struppige Zöllner nrußte zngeben, daß der Jremde beftritten habe, ein Jude zu sein. Mit allerhand Schimpfre^en als Wegzehrung wurde er entlassen. Hebel hatte nach Seegrungen einen schonen Durst gebracht, den'er mit einen! kühlen Trnnke zu loschen gedachte. Der Durst rva!r ihnt vergangen und fort ging» znm anderen Thor hinaus. Ans einer Anhöhe blieb er stehen, überschaute den Ort und sprach: „Seegringen -f- Deiner will ich gedenken!'" Und Hebel hielt Wort. Ten Schauplatz seiner schalkhasten Erzählungen Kam irgend eine Albernheit vor, die er z i Seegringen, und. so gilt Seegringen heute noch als Ort, in dem vorzugsweise die Albernheiten volle Bluten treiben. Diese allerdings^ unliebsame Begegnung war Ursache, daß Peter Hebiel sich besonders der gilben annahm, wovon seine Erzählungen beredtes Zeugniß geben. Für die Abschafsnpg desJnd.enzolls half er den Boden ebnen und er erlebte eh noch, daß er aufgehoben wurde.; verlegte er immer nach 'Leegruigcn. l Papier brachte, so geschah dies in ßugend-Grinnerungen Von Josef Le Eh Es war zu Freunde A d v l f W e i in der Alservvrstadt di ivinsky. de der Fünfziger-Jahre. Ich bewohnte meinem alten ß, einem Landsmani^ Bnrnay's, ein bescheidenes Zimmer r österreichischen Residenz. Mein Wvhngenosse war Besucher

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