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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1900-01-01 · Heft 1 (1.1.1900) · p. Seite 11

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
20 (1900)
Issue
Heft 1 (1.1.1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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II endlich zu», . Phaiitostew zuju Schwärmer wird, daß er die Stinkme Gottes zu höre,, glaubt, daß er nperzeitgt ist, mit Engeln und Dämonen zu verkehren. Nein, Betrüger sind die Chassidim; nicht/ es sind alle Hamlet und Faust, und man darf nicht erstaunen, wenn stk endlich wie Hamlet! etwas verrückt werden. i Johann Aeter Kobel und der Judenzoll. Johann Peter Hxbel, der.'bekannte alemannische Dichter, war das Kind armer ^ente, die im Tagelohn arbeiteten und sichkunnnerlich ernährten. Sein Vater starb sehr früh und nurder angestrengtester! Thätigkeit der Mutter rvar. es zu verdanken, daß der anfgeweickte Junge regelmäßig eine Schule besuchen konnte. Derselbe tvar vorzüglich beanlagt!, dabei sehr fleißig n'nd im Betragen musterhaft, was edle Menschen veranlaßte, ihn ans bessere Schulen; zu bringen und studieren zu lassen. Knapp genug isl's ihnj oft gegangen, doch half ihm sein heiterer Sinn, alle Schwierigkeiten zn ttbennnnden. und seine Stjldiert zu beenden. Jrn Jahre 1765 ' nianderte er als fröhlicher Student mit dem Ranzel auf bent Rucken von Erlangen < Ms., mch. .Hause. ■ Sicher--atzate.-Memand' 'Iln.d er wohl am wenigsten, daß aus demselben der nachntals so berühmte Kalendermann, der treffliche Theologe, der unvergeßliche Prälat Pster Hebel werden sollte. .Munter und guter Dinge schritt er seine Straße fürbaß und war auch das Kleingeld bei ihm rar, so verlor er doch den Humor nicht. In steinern Kopse kreuzten /sich Gedanken mannigfacher Art, er ließ die ran he Vergangenheit im Geiste vorüberziehen und malte sich Lustschlösser für die Zukunft arrs. Wenn et sich so einen; idillischen Ctt dachte, inmitten ein Pfarrhaus mit hübscher,ü -Garten, das er bewohnen könne; umgeben von einer tüchtigen Hausfrau, gelwbkost von pausbackigen Kindern, dann ward ihm das Herz ' zrrrn Zerspringen voll lind ernüchtert empfand er rvieder Zweifel, 06 er je ein derartiges Glück erlangen werde, ob er es verdiene'? Seine Vorsätze waren gut, ein Ideal hatte er: einer Gerrreinde ein roürdiger Seelsorger zu werden, und seine Zukunft-da auszubauen,! wo er Manschen glücklich rrrncherr könne. So wa.nderte Hebel dahirr und stand aus einmal vor den Thoren Seegringercks. einem Arrspa'chischen l^renzorte. Er rvollte eintreten, doch eine; rauhe Stimme herrscht^ ihn an: . „Halt, Ind! Zoll bezahlen!" Hebel lblickiesich um,-sah auch den/Fragenden an-und war starr, daß er damit gemxint sein .sollte. .MnnZvird's bald, verdammter Iud', Du willst um den Zoll betragen Y] Wart' ich will 3Dir!" tlnb Fäuste ballend; erhob er sich, ein großer Hund sprang! die Treppe! herunter, bereit, den. runden Wanderer; die vorhin anfgebauteii Lustschlösser, die rauhe Wirklichkeit einem' minderschönen Mld erscheinen: doch ermannte er>sich anznfallen. Fort waren ließ ihm die Zukunftin vermeint rasch und sprach: „Ich Irin lchr Jude:" Mo,^ auch noch leugnen! Mit wir schon leinig werden," sagte der leinängige Zöllner uK versuchte *'

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