Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 20 (1900)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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t.'hVü'' ’V Es umr im von ©abogorn besnch WW^MW Kacher-Wasc-ch 6<jtm Wü^derraWi von Sadagorä;ahre 1ß57, als jrfjjmit meinem Onkelden Zadik LiphmDi' e ^nnd selbst Gelegenheit hatte/ diesen Wundermanil der Chasstbi nt zn beobachten mib ju studieren Mein Onkel war Arzt und ein arger. Steptiker. Er glaubte aber dennoch bi^ zn einem] gewissen Grade an die außerordentlichen' Eigenschaften dieses kjadik lind" verteidigt^ ihn bei jeder Gelegenheit. Bo! allem gab er niemals zu, daß Liebjmtliiii ein Detrüger.sei.' Sadagora wctr danials eine f(e|ite^ Stadt, die fast nur von Jnd'n und Armeniern belvv'hnt wgr.- Enge Straßen bpft ©d)nttraBen‘ ntit b^imHen Bünkstn, in jbie nienrals ein Sonnenstrahl drang/ steine Hiinser,' mls'-'Holz erbaut, mit Kalk b.elborfen, mit Schindeln gedeckt. Jn'Hen- Straßenarmst.-Fnden in .Henid irmeln mit Löckchen! an beiden Seiten Her' Stirp, mit langen Bärten,/Frauen in grünen Kleidern 'mit gelben Gesichtern, lvelche - ihre Kinder/allf dem Arme hatten unb uns mißtrauisch betrachteten.. Mtjeg.st^ d^ ^steinea Stadt ein großer Platz nßd auf - ein hölzernes Haus mit einem Stockwerk/ einer hö W Freitreppe, mit roten siegeln/gedeckt zernen Vpr dem. Hause stand eine Menge Maischen, die sich alle still verhielten oher-ganz .leise .mit einander sprachen, und! eine Anzahl Wagen aller Art, Schlitten! mit kostbastn ' Decken lind Petzwerk, mit Leinwand überspamlte Bntki, wie man die jüdische!! Fuhrwerke bei uns nennt, unh niit gefüllte Bauernwagen,! vor denen drei kleine magere Pferde angespannt Pferde, von denen ein! französischer Reisender des 19.-.Jahrhunderts sagst- In spannen die Bauert! g!ryße Hunde vor ihre Wagen.- Vor der Pforte des tlnns hielten etwa zehn junge Leute Wache, welche .an den Pfosten ^11^>1011 üiiliißliß St!/'ßiiWfiLn 111!niir>oti -4 J f r» »t du hmi trfiViir* om •< Stroh riaren, Polen Heilig- Es, jenden - bartlosen Gesichtern, dstl unvernieidlichsti’ einen Locken und Kalpaks von Pelz auf' dem Kopse. Sie beträchteten!-die Leute, w ckche das Haus ihres Meisters bela zerten, lehnte! lvaren hübsche Acensch^n in langen Kaftanen von schlvärzelu Atlas, miL blü mit einem Lächeln, in! Ein junger stiegen die Treppe enchor, passierten' ein großen Raume, in wel Nichten. Ich glaubte Alle diese Frauen Ovaren schön ober bod) halb lächelnd mit itjren großen, schwarzen Schlafröcke und.lange Kaftans von/Seide barem Pelzwerke., besetzt oder cjefüttert wareM voitst/.Pelztverk, gelbe und rosa'/^eldst/.gp bent eine geniisfe Ironie lag/ Wir/ivurden sofort eingt ssid mit dem Gesichte eines jungen Fuchses führte uns Vorzimmer und befanden lins in dient die Damen des Hauses versamnielt lvaren/ Es' die Frau und die 'Schwiegertochter, des Zadik, es/waren/seine Töchter/ und seine mich in den Harem ' des Sultans zn Koustautinopel versetzt. HerMlin, Marder m d Zobel. Die. Fra hübsch,Mlle. schauten uns! halb er ammtaugen au, alle waren in oder Sauunt gekleidet, welche mit kost- Arten Fell.! teinetl, Man!.sah. alle Farben pnd alle tuten, roten Hub blauen Sammt, Lien trugen Stirnbinden mit Edeb lassen. Wir! einem lvaren taunt, eibene