Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 18 (1898)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1898)
- Date
- 1898-09-01
- Page
- Seite 216 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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216 alles ist in diesem Buche ... Es ist das Buch der Bücher, Biblia . . . Aus dem alten Testament spring ich manchmal ins Neue und auch hier überschauert mich die Allmacht des großen Buches.-Nur bei einem einzigen Schriftsteller finde ich etwas, was an die Bibel erinnert. Das ist Shakespeare. — „Wenn ein Mann wie Heine" schließt Nieuwenhuis, so urteilt, dann wird damit doch nicht zuviel verlangt sein, daß wir uns wenigstens die Mühe geben sollen uns mit dem Inhalt der Bibel bekannt zu machen, bevor wir verächtlich — aber wie oft ohne die geringste Sachkenntnis! — ein verdammendes Urteil darüber fällen." Meserate und Mitteilungen. Im Verlage der C. H. Beck'schen Verlagsbuchhandlung in München ist erschienen: Me erziehen wir unseren Sohn Benjamin. Ein Buch für deutsche Väter und Mütter, von Dr. Adolf Matthias, Direktor am städt. Gymnasium und Realgymnasium in Düsseldorf. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage (Pr. 3 Mk.) Der Verfasser hat Benjamin, Jakobs jüngsten und liebsten Sohn, der ihn die meisten Sorgen und das größte Leid aber auch viel Freude und Seligkeit bereitete zum Helden gewählt an dem sich die weise Erziehungskunst beglückend bewähren soll. Ein erfahrener von bewährten Grundsätzen geleiteter Pädagoge weiht uns in diesem äußerst anziehend und klar geschriebenen Buche eine wertvolle Gabe, indem er Benjamin von der Wiege bis zu dem Punkte begleitet, wo er gereift an Wissen und gestählt an Willen und Charakter in das) Leben tritt um selber glücklich, beglückend zu wirken. Väter und Mütter, die oft bei der Erziehung ihrer Kinder ratlos dastehen, können ans diesem gediegenem Buche eine Fülle von Belehrung schöpfen über Alles in den Bereich der Erziehung Gehörige, das sie mit großem Nutzen für ihr Glück und das Glück ihrer Kinder verwerten können, und sich das beständige Verbieten, Gebieten, Nörgeln. Modeln und Dressiren ersparen, wodurch sie mehr Schaden anrichten, als Segen stiften. Als besonders beachtenswert heben wir aus dem reichen Inhalte des Buches das siebente Capitel „Wie bestrafen wir unfern Benjamin?" hervor, das von keinem Pädagogen ungelesen bleiben sollte, da in Bezug hierauf immer noch tüchtig drauf los gesündigt wird und das zwanzigste Capitel „Benjamins Frömmigkeit." Inhalt: Reform und Orthodoxie. — Beiträge zur Geschichte der israelitischen Realschule „Philanthropin" in Frankfurt a. M. Aus einer Rede, gehalten im Juni 1855 in der Reformgemeinde zu Berlin beim Scheiden Dr. Sigismund Sterns von Dr. Samuel Holdheim. — Die Geheimnisse des R. Simon d. Jochai. Übersetzt und erklärt von Dr. Friedmann, Rabbiner in Lublinitz. — Franz Molitor über den Talmund. — Das Grab Davids. — Im Mauthaus bei Tarnopol. - Mein Glaube, aus dem Nachlasse des protestantischen Konsistorialrates und Professors David Schulz. — Ein Gedicht und ein Brief Heinrich Heines. — Domela Nieuwenhuis über die Bibel. — Referate und Mitteilungen. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber Rabbiner Or. Adolf Brüll; in Kommission für den Buchhandelbei Franz Benjamin Auffarth; Druck und Inserat-Annahme: H. L.Brönner's Druckerei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.