Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 18 (1898)
- Issue
- Heft 7 (1.7.1898)
- Date
- 1898-07-01
- Page
- Seite 157 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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157 Heilung ist sie (so. die Weisheit) deinem Leibe und Mark deinen Gebeinen"; ferner (Spr. 3, 18): Ein Baum des Lebens ist sie denen, welche an ihr festhalten, und die sie erfassen, sind glückselig"; ferner (Spr. 1, 9): Denn ein Kranz der Anmut sind sie deinem Haupte und Geschmeide deinem Halse"; ferner (Spr. 4, 9): Sie verleiht deinem Haupte einen Kranz der Anmut, mit prächtiger Krone umgiebt sie dich"; ferner (Spr. 9, 11): Ja, durch mich werden viel sein meine Tage, und sich dir mehren Jahre des Lebens"; ferner (3, 16): Langes Leben ist in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und Ehre"; und ferner sagt die Schrift (Spr. 3, 2): Denn Verlängerung der Tage und Jahre des Lebens und des Heils vermehren sie dir". — 8. R. Simon, der Sohn Juda's sagt im Namen des R. Simon, Sohn Jochai's: Schönheit Kraft, Reichtum, Ehre, Weisheit, Alter, Greisenalter und Kinder sind etwas Angenehmes für die Gerechten und für die Welt, denn es heißt (Spr. 16, 31): Eine Prachtkrone ist das Greisenalter; auf dem Wege der Gerechtigkeit wird sie gefunden"; ferner sagt die Schrift (17, 6): Die Krone der Alten sind Kindeskinder, und der Kinder Schmuck ihre Eltern"; ferner (Spr. 20, 29): Der Jünglinge Zierde ist ihre Kraft und der Alten Schmuck ist graues Haar"; ferner endlich (Jes. 24, 23): Und es errötet der Mond, und es schämet sich die Sonne, denn es regiert der Ewige der Heerschaaren auf dem Berg Zijon und in Jerusalem, und Angesichts seiner Ältesten ist Herrlichkeit sEhre.)".— Die Beziehung dieses Spruches auf R. Jehuda Hannassi, dessen Helfer und gewissermaßen die rechte Hand bei der Ordnung der Mischna der Verfasser gewesen, ergiebt sich mit Deutlichkeit und Klarheit aus dem folgenden Spruche als der Erklärung eines andern Rabbi und seinem Hause zugethanen und befreundeten Zeitgenossen (Vgl. Weiß, a. a. O. II, 188). 9a. „R. Simon, der Sohn des Menasja, sagt: Diese sieben Eigenschaften, welche die Weisen von den Frommen aufgezählt, sie alle bewährten sich an „Rabbi" und seinen Kindern". — 9b. „Es sprach R. Jose, der Sohn Jsmael's: Einst begegnete mir Jemand unterwegs, der nach gegenseitiger Begrüßung mich fragte: Rabbi, woher bist du? darauf sagte ich ihm: Aus einer großen Stadt von Weisen und Schriftgelehrten bin ich. Dann wieder fragte er mich: Meister möchtest du bei uns wohnen? ich gäbe dir eine Million Gold-Denare, Edelsteine und Perlen. Darauf sagte ich ihm: Gäbst du mir auch alles Silber und Gold, alle Edelsteine und Perlen der Welt, so würde ich doch nur an einem Orte der Thora wohnen, denn so ist im Buche der Psalmen durch David, den König von Israel, geschrieben (Ps. 119,72): „Besser ist für mich deines Mundes Lehre als Tausende von Gold und Silber"; und überdies geben in des Menschen Todesstunde nicht Silber, nicht Gold, nicht Edelsteine und Perlen das Geleit, sondern Thora und