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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1898-04-01 · Heft 4 (1.4.1898) · p. Seite 82

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
18 (1898)
Issue
Heft 4 (1.4.1898)
Date
1898-04-01
Page
Seite 82 (sequence 10)
Language
German
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82 - 7 ... :>. z-c..? deutschen Reiches der delitschen Volksvertretung zu: „Lassen Sie den nationalen Gedanken vor Europa leuchten!" Wir aber, Deutsch-Israels Männer und Frauen, wollen ein Beispiel deutscher Treue gebend, in Schimpf und Glimpf, heute immerdar und allezeit den großen Gedanken des Vaterlandes, dem wir in Leid und Freud' unsereLiebe und unserLeben weihen, in edlem Stolze und Hellem Glanze vor Alldeutschland leuchten lassen. Israels Jeinde und Verteidiger von Dr. M. H. Friedländer. Ein Blick in die Geschichte genügt, um uns zu überzeugen, daß der Judenhaß, der nichts anderes als die natürliche Folge des Neides, gar oft des unbegründeten Neides ist, so alt als das Judentum sei. Schon die Patriarchen hatten Ursache, über Neid und Haß zu klagen. So erzählt uns die heilige Schrift vom Patriarchen Jsak, daß er, als er in Gerar wohnte und sich dort des blühendsten Wohlstandes erfreute, so sehr von den Philistern beneidet und gehaßt wurde, daß der König Abimelech sich genötigt sah, ihm zuzurufen: „Ziehe hinweg von uns, verlaß unsere Stadt, denn du bist uns schon zu groß, zu mächtig. „Wir können es nicht mit ansehen, wenn Hebräer bei uns zu ReichtÜmern gelangen." Bescheiden zog sich Jsak zurück, und Gott war mit ihm. Als jedoch später die Philister die Überzeugung gewannen, daß ihre materiellen Verhältnisse durch Jsaks Entfernung sich nicht nur nicht gebessert, sondern vielmehr verschlimmert haben, fühlte der König Abimelech lebhaft das Bedürfnis, mit dem gottbegnadeten Patriarchen Jsak ein Schutz- und Trutzbündnis zu schließen. Er verfügte sich in höchst eigener Person in Begleitung seines Gefolges, zum Patriarchen Jsak, um ihn gleichsam durch eine solch' hohe Auszeichnung für seine Interessen gewinnen zu können. Jsak jedoch, der Selbstbewußtsein und Charakterfestigkeit genug besaß, als daß er sich durch das Erscheinen Abimelechs hätte einschüchtern und täuschen lassen, rief seinen hohen Gästen zu: „Warum seid Ihr zu mir gekommen, Ihr seid doch ausgesprochene Feinde der Hebräer und habt Euch von Eurem Hebräerhasse bestimmen lassen mich auszuweisen, weil es mir mit der göttlichen Hilfe gelungen ist, bei Euch Reichtümer zu erwerben?" „Wir haben", entgegnete kleinlaut Abimelech „nunmehr die Überzeugung gewonnen, daß du nicht, wie die Philister behaupten zu müssen glaubten, auf Kosten anderer, sondern auf ehrliche und redliche Weise dir deine Reichtümer in Gerar erworben, daß du dich des göttlichen Beistandes und der göttlichen Fürsorge erfreuest, daß du ein gottgesegneter Mann bist, daher sind wir gekommen, um einerseits dir unsere Hochachtung

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