Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 18 (1898)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1898)
- Date
- 1898-02-01
- Page
- Seite 45 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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kjy wwf «y. y-myrair .gwpw^wyt -'DMMWW — 45 - geschäftlichen Gründen" ablehnen müsse, ferner jüdische Schülerinnen aufzunehmen. — Herr Georg A. Kohnt, der Sohn des bekannten Lexikographen Rabbiner Dr. Alexander Kohnt, ist als Rabbiner nach Dallas, Texas berufen worden. Meferate und Witteitungen. Man schreibt uns: Die in einer der letzten Nummern erwähnte „Ethik des Judentums" von Prof. Lazarus wird, wie wir vernehmen, im Berlage von I. Kauffinann, Frankfurt a. M. erscheinen. — Die hebräische Buchhandlung A. I. Hofmann in Frankfurt a. W. (Allerheiligenstraße 87) hat einen sehr wertvollen Catalog III. ausgegeben. Ganz besonders sei hier auf das Register (S. 112) . hingewiesen, das bis jetzt in keinem Katalog vorhanden ist und Nachahmung verdient. Die unter VI. Judenfrage Emancipation etc. aufgeführten 420 Nummern können fast als bibliographische Zusammenstellung dieses Literaturzweiges bezeichnet werden. Das ergiebt sich besonders bei einem Vergleich des Katalogs mit einem Aufsatz „Biographie der Toleranz und Emancip. Literatur" in der Allg. Ztg. des Judentums vom Jahre 1838, wo nur wenig Piecen mehr als im Katalog III. aufgeführt sind, nur sind die Angaben in letzterem übersichtlicher und genauer. — Die Bibliothek des verstorbenen Dr. L. Har in Hieberich, die namentlich auf dem Gebiete der Massorahforschung und der Liturgik Schätze enthält, ist für den Preis von 12,500 Mk. nach St. Petersburg verkauft worden. — Anaiolr Leroy» Heaulieu, I/^nti8vi»iti8M6, Paris, Calmann Levy 1997. Es ist seit dem Wieder» austeben der traurigsten Erscheinung des Mittelalters mit Wort und Schrift gegen den zunehmenden Antisemitismus angekämpft, es ist viel Gutes geschrieben, viel Treffendes gesprochen worden. Aber fast alles, was in dieser Richtung bei uns oder im Auslande geschehen ist, krankt an einem großen Fehler, der der Erreichung des Zieles hindernd im Wege steht. Man fand in den seltensten Fällen das richtige Publikum, dessen diese Veröffentlichungen, mündliche wie schriftliche bedürfe», um ihren Zweck zu erfüllen. Allerdings, wie. in so vielen Fällen wollen diejenigen zum großen Teile nicht belehrt sein, denn die Belehrung gilt; allein dies darf deu, der es ehrlich meint, in diesem Kampfe nicht hindern, mit allen erlaubten Mitteln den Gegnern zn Leibe zu rücken, ihn selbst — und das ist eben hier das einzige, Heilung versprechende Mittel — in seinem eigenen Lager aufzusuchen. Dies mit bewundernswerter Unerschrockenheit und anerkennenswerter Uneigennützigkeit gewagt zu haben, ist das hohe Verdienst des auf anderen Gebieten längst bewährten französischen Philanthropen A. Leroy-Beaulieu, der sich bereits früher durch sein mit rühmlicher Objektivität geschriebenes Werk: „Isrusl chez les Nations“ um die Sache der wahren Humanität verdient gemacht hat.