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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1898-02-01 · Heft 2 (1.2.1898) · p. Seite 41

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
18 (1898)
Issue
Heft 2 (1.2.1898)
Date
1898-02-01
Page
Seite 41 (sequence 17)
Language
German
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41 zur Beschränkung des Wanderbettels in Frankfurt a. M. hat im abgelaufenen Geschäftsjahr in Folge der strengen Kontrolle nur 1465 Petenten auf feinem Bureau gesehen gegen 1575 im Vorjahr; unterstützt wurden 1180 mit Mk. 3946, gegen 1301 mit Mk. 4378 im Vorjahr. Für dringende Fälle in Frankfurt und in der Umgegend wurden ans dem Spezialfonds des Vereins Mk. 22,493, gegen Mk. 22,347 im Vorjahr ausgegeben. Für die Feiertage wurden bedrängten Familien in der Umgegend Geschenke zugesandt, um sie vom Besuch Frankfurts abzuhalten. Die Einnahmen des Vereins setzten sich zusammen aus Mk. 10,786 Beiträgen von 517 Mitgliedern, Mk. 5337 Geschenken, Mk. 1000 vom Hilfscomits für die russischen Juden und Mk. 1219 Zinsen. Die Spesen beliefen sich auf Mk. 3299, gegen Mk. 3586 im Vorjahr. Die Einnahmen des Spezialfonds bestanden aus Mk. 372 zurückgezahlten Darlehen, Gaben von Vereinen und Privaten Mk. 13,848. Zur ungefähren Ausgleichung dieses Fonds mußte der Almosenfonds Mk. 7600 zuschießen. Der Verein bittet dringend, Petenten, die nicht als würdig bekannt sind, entweder direkt an den Verein zu verweisen oder dort Erkundigungen einzuziehen. — Zur Gründung eines jüdischen Asyls für arme jüdische Sieche und Altersscbwache in Westfalen haben die Herren Benedix Kemper-Rietberg 5000 Mk. und Simon Löwenstein-Rietberg 3000 Mk. als erste Gabe gezeichnet. — Aus dem Bureau des D.-J G.-B. in Herlin erhalten wir folgende Zuschrift: Auf das in Nummer 43 der „Mitteilungen vom Deutsch- Israelitischen Gemeindebnnde" im Juli vorigen Jahres erlassene Preisausschreiben, betreffend die Schulbearbeitung der „Ethischen Sätze", sind 10 Arbeiten eingegangen, von denen die eine, weil der Autor an der Spitze seinen Namen genannt hat, nicht berücksichtigt werden durfte. Von den durch das Preisrichterkollegium geprüften neun Bearbeitungen hat keine einzige den gestellten Bedingungen genügt und das Preisgericht sah sich zu seinem Bedauern nicht in der Lage, einen der drei ausgesetzten Preise zu verteilen. Eine Kritik der Arbeiten wird in den im Dezember erscheinenden „Mitteilungen Nr. 46" veröffentlicht, an gleicher Stelle werden später die Bedingungen für die Erneuerung des Ausschreibens bekannt gegeben werden. Die abgelehnten Arbeiten stehen ihren Autoren, sobald sie das Motto angeben, zur Verfügung. Desgleichen können sie auf ausdrücklichen Wunsch eine Abschrift des Comissionsbeschlusses erhalten. — Anläßlich seiner goldenen Hochzeit spendete der Banquier Herr Gustav Hanau in Mühlheim a. h. Ruhr, der länger als 50 Jahre Stadtverordneter ist, 30,000 Mark zu einer Stiftung zur Ausbildung unbemittelter Handwerker. — Die jüdische Synagoge in der Tempelhoferstraße in Seehausen wurde auf Verfügung des Regierungspräsidenten zu Magdeburg öffentlich meistbietend verkauft. Höchstbietender war Herr Zimmermeister Prigge, der das Grundstück für 1940 Mk. erstand. — In der Generalsynode, die in Berlin tagte, wurde mitgeteilt, daß der Oberkirchenrath über die christlich jüdischen Mischehen statistische Erhebungen angestellt habe mit dem Ergebniß, daß

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