Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 18 (1898)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1898)
- Date
- 1898-02-01
- Page
- Seite 34 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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--^—. ' «Wrf'yp — 34 — Mauerinschriften, bis bie. Missionäre im Jahre 1720 auf kaiserlichen Befehl China verlassen mußten. Tychsen und Kenicot, letzterer als Bibelkritiker besonders berühmt, machten späterhin Versuche, in den Besitz von Abschriften der in der Synagoge von Kalfungfoo befindlichen Bibel zu gelangen. Tychsen beauftragte damit einen gewissen T. Pigorr, der eben auf einer Reise nach Kanton begriffen war, und bekam dann von demselben ein Schreiben, in dem viele Versprechungen gemacht wurden, ohne daß er auch nur eine erfüllte. Kenicott sendete, weil er Lesearten aus allen ihm zugänglichen Bibelhandschriften sammelte, selbst zwei Briefe nach Kalfungfoo, erhielt aber keine weitere Nachricht, als daß die Briefe richtig angelangt seien. Im Jahre 1815 sandte die jüdische Gemeinde zu London einen hebräischen Brief an die Gemeinde von Kalfungfoo; der Brief kam nach China und wurde daselbst zur Beförderung in die genannte Stadt einem Manne übergeben, der auch Antwort bringen sollte; aber er kam auf das Gerücht von einem in der Nähe ausgebrochenen Aufstande nicht wieder, und seitdem hat man auch weiter nichts Erhebliches über sie erfahren. Im Folgenden soll zuerst von ihrer Synagoge und ihren religiösen Einrichtungen, und dann von ihrer Litteratur die Rede sein, worauf zum Schluffe die spärlichen Reste ihrer Geschichte zusammengetragen werden. (Fortsetzung folgt.) Kin Monnier des deutschen Kandeks in Mafien. In der „Illustrierten Zeitung" Nr. 2843 schreibt Ernst von Hesse Wartegg : In Singapur, der Pforte und wichtigsten Hauptstadt des fernen Ostens ist vor Kurzem ein bemerkenswerther Geschäftspalast unter großen Feierlichkeiten eröffnet worden. Die Colonialregierung, das Consularcorps, und gegen tausend der angesehensten Mitglieder der dortigen Fremdencolonie folgten der Einladung des Eigenthümers und freuten sich mit diesem darüber, daß gerade Singapur heute das größte dem Handel gewidmete Gebäude Ostasiens besitzt. Drei Stockwerke hoch mit einer Gesammtfront von über hundert Meter, erhebt es sich auf dem Rafft Square, dem Hauptplatz von Singapur und ragt hoch über alle anderen Gebäude dieses merkwürdigsten Handelsemporiums von Ostasien hinweg. Weder Hongkong noch Schanghai oder Jokohama noch irgend eine andere Stadt östlich der Straße von Malalika besitzt ein ähnliches Geschäftshaus, das in seiner Art am ehesten mit Whiteley in London oder dem Bon Marchä in Paris zu vergleichen ist. Die Inhaber dieses ostasiatischen Bon Marchs sind Deutsche, Katz Brothers, und ihr Namen ist von Indien bis nach Australien, Borneo, Java, Sumatra