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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1897-10-01 · Heft 10 (1.10.1897) · p. Seite 233

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 10 (1.10.1897)
Date
1897-10-01
Page
Seite 233 (sequence 17)
Language
German
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*****»■» — 233 — und Mißgunst gegen den ihm bekannten Willen des Ewigen zu handeln versuchte (Num. 22, 22) und schließlich Israel zur Sünde verleitete (Num. 25, 3. 31, 16) und dadurch iu's Verderben stürzen wollte. In gleicher Weise erfuhren die Juden des zweiten Jahrhunderts n. u. Z. die M i ß g u n st der Anhänger Jesu, sofern diese die vom Kaiser Trajan (117) erteilte Erlaubnis zum Wiederaufbau des Tempels mit aller Anstrengung rückgänig zu machen trachteten, und dann nach ihrem tötlichen Haß, sofern sie in dem Barkochbaischen Aufstande den Römern gegen die Juden mit Rat und That halfen (s. Joel, a. a. O-, 1, 34 ff.). Und diese Gehässigkeit und Feindseligkeit findet in unserem Spruche ihr Echo: Darum werden die Schüler Bileam's, alias Jesus als „die Männer des Blutes und des Truges", als die Erben der Hölle bezeichnet. 20. „Juda, der Sohn Thema's, sagt: Sei fest wie der Parder, leicht wie der Adler, läufig wie das Reh und mutig wie der Löwe, um den Willen deines Vaters im Himmel ausznführen. — Er pflegte zu sagen: Der Freche kommt in die Hölle, der Schamhafte aber in den Garten Eden. — Es sei der Wille vor Dir, Ewiger unser Gott und Gott unserer Väter, daß das Haus des Heiligtums bald in unseren Tagen erbaut werde, und gieb unfern Anteil an Deiner Lehre." — Diese Worte eines jüngeren Zeitgenossen und Anhängers R. Akiba's, welcher sie vor erlangter Lehrweihe (Semicha) ausgesprochen und deshalb nicht „Rabbi" betitelt ist, passen für keine Zeit besser als für diejenige des Barkochba, in der Hoffnungen auf Wiederherstellung eines selbständigen Reiches lebendig wurden und diese Hoffnungen auch wohl durch R- Akiba, den angesehensten Lehrer dieser Tage gefördert wurden. Das galt damals als „der Wille des Vaters im Himmel", zu dessen Ausführung und Verivirklichung durch die That, durch die Unterstützung des gegen die Römer gerichteten Barkochbaischen Aufstandes der Verfasser mit seinem ersten Worte ermunterte und ermutigte und mit dem dritten Worte sich im Gebete an Gott wendet. Diejenigen aber, welche bei dieser Ausführung sich wiederum als gehässige Feinde erwiesen und — vielleicht aus Furcht vor dem Verluste der eigenen Existenz für den Siegesfall Barkochba's — auf die Seite der Römer traten, die. Judenchristen oder christlichen Antinomisten, sie werden als die „Frechen" bezeichnet, welche in die Hölle kommen (vgl. 5, 19). 21. „Er pflegte zu sagen: Mit fünf Jahren kommt man zur Bibel, mit zehn Jahren zur Mischna, mit dreizehn zu Pflichten, mit fünfzehn zum Talmud, mit achtzehn zur Ehe, mit zwanzig zum Erwerb, mit dreißig zur Kraft, mit vierzig zur Einsicht, mit fünfzig zu Rat, mit sechzig zu Alter, mit siebzig zum Greisenalter, mit achtzig zu hohem Alter, mit neunzig zu Gebücktsein, mit hundert Jahren ist man wie tot, als wäre man von der Welt völlig geschieden." — 22. „Ben Bag-Bag sagt: Wende dich in ihr und wende dich in ihr, denn Alles ist in ihr (so. der Thora); in ihr schau dich um, werde grau und welk in

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