Mannheim
Compact Memory

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1897-10-01 · Heft 10 (1.10.1897) · p. Seite 234

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 10 (1.10.1897)
Date
1897-10-01
Page
Seite 234 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2969669-2969837-2969848--5207-2974499
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ihr, und von ihr weiche nie, denn es giebt für dich keine bessere Art als sie" — Wahrscheinlich nach der Zerstörung des zweiten Tempels wollte Jochanan, der Sohn des Bag-Bag (Kidd. 10b. Peß. 96 a.), der Zeitgenosse des N. Juda b. Bathyra, mit diesem seinem Spruche, welcher übrigens gleich dem folgenden (in Aboth d. R. N. XII) dem Hillel in den Mund gelegt wird, vielleicht wegen der aramäischen Sprache (s. 1, 13. 2, 6.), auf das nunmehr einzig und allein gerettete und zurückgebliebene Kleinod der Thora und auf ihre Bewahrung und Erhaltung Hinweisen. 23. „Ben Hei-Hei sagt: Nach Verhältnis der Anstrengung erfolgt der Lohn." — Dieser Spruch eines Zeitgenossen, vielleicht gar Schülers Hillels, (Chag. 9b), welcher außer im Namen Hillels (s 5, 22) auch in dem des Ap. Panlus, Schülers Gamliel's I vorkouimt (1 Cor. 3, 8), durfte trotz seiner Allgemeinheit doch seine besondere Beziehung ans das hohe Ansehen haben, welches Hillel sich errungen in Folge der Mühseligkeit, des Fleißes und Eifers, mit welchem er schon frühzeitig dem Studium sich hingegeben hatte (Joma 35 b.). (Fortsetzung folgt). Gedichte von Julius Jakob Strauß. Verlag von P. Friesenhahn in Leipzig. In einem kleinen, hübsch ausgestatteten Bändchen, bringt uns heute ein junger Frankfurter die Erstlinge seiner Muse. Und wahrlich sie können sich sehen lassen. In vier Teilen, von welchen der erste iLyrische Gedichte), trotz mancher hübschen Gabe, der schwächste, der zweite und dritte (Sprüche und Satyren), unseres Erachtens die bestgelungenen sind — der vierte enthält formschöne Übersetzungen von Tennyson, Coppee, Vicarie — zeigt der Autor einentschiedenes dichterisches Talent und was mehr ist — einen festumrissenen Character. Die Sprüche sind geistreich und die Satyren sind pointirt und scharf zugespitzt und treffen, trotz der nieist knappen Form, sicher ihr Ziel. Wir heben hier aus der Fülle des Gebotenen besonders hervor: „Die falschen Propheten". Es steht ein Wort geschrieben, Doch Sturm und Wind verwehten Das Trost und Hoffnung gibt: Das Oelblatt mit der Schrift, „Ihr sollt den Nächsten lieben, Und falsche Volkspropheten Wie ihr euch selber liebt." Ersetzten es durch Gift; Sie schreien durch die Gassen Bis Echo Antwort gibt: „Ihr sollt den Nächsten hassen, Wie ihr euch selber liebt."

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.