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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1897-06-01 · Heft 6 (1.6.1897) · p. Seite 132

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 6 (1.6.1897)
Date
1897-06-01
Page
Seite 132 (sequence 12)
Language
German
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Denn nur dann und so würden sie es lernen, mit welcher Anerkennung dieser größte aller römischen Kirchenväter von den Juden und von dem Judentum uud von der Mission, welche dasselbe noch zu erfüllen habe, ausdrücklichst bei mehr als einer Veranlassung sich ausspricht, und die Herren Fratres würden dann ganz gewiß keine Dummheiten mehr machen! — Tableau Nicht wahr: Es ist schon Alles dagewesen! Die Sprüche -er Wäter und ihre historischen Beziehungen von Rabbiner Dr. Friedmann in Lublinitz. 8—9a. „Sieben Arten von Plagen treffen die Welt wegen sieben Hanptsünden: Gibt ein Teil (des Volkes) den Zehnten, ein anderer Teil aber gibt ihn nicht, so folgt Hungersnot durch Regenmangel, und der eine Teil darbt, der andere wird satt; hat man beschlossen, gar nicht den Zehnten zu geben, so folgt Hungersnot durch Kriegsunruhen und durch Regenmangel; und (hat inan beschlossen), keine Challa (s. Num. 15, 20) zu geben, so folgt Hungersnot mit völligem Verderben; Pest trifft die Welt wegen Verbrechen, welche nach der Thora mit dem Tode bestraft, aber dem Gerichtshof zur Vollziehung nicht übergeben worden und wegen des Genusses von Früchten des Sabbatjahres (Exvd. 23, 10. 11. Lev. 2b, 1—7); Krieg sucht die Welt heim in Folge von Rechtsdruck, Rechtsverdrehung und in Folge von ungehöriger Gesetzesbelehrung; wildes Getier kommt in die Welt in Folge von Meineid und Entweihung des göttlichen Namens; Exil trifft die Welt wegen Götzendienst, Blutschande, Blutvergießens und wegen Nichtbeachtung des Sabbatjahres." — Noch mit geringerer Bestimmtheit als beim vorhergehenden, läßt sich über die historische Beziehung dieses Spruches urteilen. Freilich das scheint aus demselben klar hervorzuleuchten, daß er vorzüglich und hauptsächlich einer Zeit angehört, in welcher man sich bezüglich der, au den Boden Palästinas geknüpften Gebote über den Zehnten, über Challaspende, über die Erdruhe im Sabbatjahre so manche Erleichterung gestattete, einer Zeit, in welcher einsichtige Männer und Lehrer, im Hinblick auf die drückenden Zeitverhältnisse und Verarmung des Volkes auf diesem Gebiete „erleichternd" lehrten, und andere, welche der strengeren Norm huldigten, von jeder Erleichterung absahen und an die strenge Ausführung der Gebote mahnten. Und einem von diesen letzteren Lehrern gehört unser Spruch. Nun aber sind uns namentlich zwei Epochen bekannt, in welchen auf dem bezeichneten Gebiete Erleichterungen angestrebt wurden, die des Gamliel II aus Jabneh und des R. Jehuda „Hannassi" (vgl. Weiß» I. H. a. a. O. II, 82. 179), als dessen

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