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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1897-05-01 · Heft 5 (1.5.1897) · p. Seite 114

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 5 (1.5.1897)
Date
1897-05-01
Page
Seite 114 (sequence 18)
Language
German
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114 verbietet, dieses Verbot vom Senat erneuert werden. Auch Juden mit dem Bildungscensus höherer Lehranstalten wird der danernde Aufenthalt in Sibirien untersagt. Sie werden's aushalten können! — Ein interessantes Werk ist bei A. und C. Klack in London erschienen: Über hebräische Eigennamen (Studies in Hebrew Proper Names) von G. Buchanan Gray. — In London wurden die neuen Schulgebäude der Spanisch-Portugiesischen Gemeinde eingeweiht. Die Herzogin von Albany, eine Prinzessin des Herrscherhauses, vollzog selbst den Einweihungsakt. — In Uew-Grleans regt sich die Sonntags-Feier. Nach den Worten des Rabbiners Dr. Leucht zu schließen, ist die Einrichtung eines Sonntagsgottesdienstes in naher Aussicht. Zwei Versuche zur Einführung des Sonntagsgottesdienstes werden gemeldet: Die Gemeinde Rodeph Schalom in Philadelphia hält am Sonntag Morgen in ihren Schulräumen Versammlungen, bei welchen der Rabbiner „Bible Talks" (biblische Plaudereien) hält. Die Bene Israel- Gemeinde in Cincinati will für entfernt wohnende Mitglieder eine Filial-Synagoge in einer Vorstadt einrichten, wo dann Sonntagsgottesdienst abgehalten werden wird, während in der Hauptsynagoge des Gottesdienst wie bisher am Sabbath stattfinden soll.—Der Tempel Beth-El hat einen echt amerikanischen Schritt gewagt, indem beim Freitag-Abendgottesdienst am 1. Januar Frau Frederik Uathan einen Vortrag über das jüdische Herz hielt. — In Uew-Uork sollen 350 000 Juden leben. — Der Berichterstatter der „Weekly Sun" sendet über die Juden in Johannesburg (Südafnka) folgende interessante Notiz: „Es sind etwa 6000 Juden hier. Die Juden haben ' die meisten Bankgeschäfte, sind aber auch die Ersten, wenn es Wohlthätigkeit zu üben gilt. Der katholische Bischof in Kapstadt theilte mir mit, daß er der beste Freund der Juden sei; ähnliche Bemerkungen machte man in Nazareth»House und in anderen Institutionen." — Die Unterdrückung des letzten Bechuana-Anfstandes war größtenteils dem prompten Eingreifen des Obersten Harris eines Juden, zu verdanken, der die Freiwilligen von Eriqualand befehligte. Darüber schreiben die „Nachrichten von den Diamantenfeldern" („Diamond Fields Mining News") wie folgt: „Man kann die Tüchtigkeit des Obersten Harris, der die Truppen in fabelhaft kurzer Zeit expedierte, nicht rühmend genug hervorheben. Wenn er nur im Geringsten gezögert hätte, so wären die Folgen unberechenbar gewesen. Das unter so mißlichen Verhältnissen bewiesene, ausgezeichnete Urteilsvermögen, war nur vou einem Offizier, von den größten Fähigkeiten und langer Erfahrung möglich. Die Regierung hat alle Ursache, auf Oberst Harris, sehr stolz zu sein." — Bei der Preisverteilung des 8outb African College, der Universität von Süd-Afrika erhielt ein jüdischer Student, Morris Alerander den ersten Preis, die goldene Medaille, für seine Leistungen in dem philosophischen Fache. Außerdem erhielten noch H. G. Lewis und R. Levy Preise. Der Preisverteilung präsidierte der Sprecher des Parlamentes d>r Kolonie und nach englischer Sitte hielt er bei dieser Gelegenheit eine Rede, in der er seine Genug-

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