Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1897)
- Date
- 1897-05-01
- Page
- Seite 109 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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-7-T7T-- ' ,!■,( •} jm — 109 — vom 23. Juli 1847 den Vorstand der Synagogengemeinde anznhalten, die betreffenden Kinder mit ordnungsmäßigem Religions-Unterricht in ihrem Glauben zu versorgen und den Nachweis darüber zu erbringen. Als Nachweis für die Befähigung zur Erteilung jüdischen Religions-Unterrichtes wird in Zukunft in allen Füllen die Ablegung einer Prüfung in Religion vor der bereits bestehenden Kommission des jüdischen Seminars unter Zuziehung eines Vertreters des königlichen - Provinzial-Schnlkvlleginms verlangt und die Zulassung zur Lehrer- und Lehrerinnen- Prüfung vom vorherigen Bestehen der Religionsprüfung abhängig gemacht werden. Die Bestellung eines besonderen Inspektors für den jüdischen Religions-Unterricht von Staatswegen muß schon im Hinblick auf die Bestimmungen in Art. 24 der Verfassungsnrkunde für den preußischen Staat vom 31. Januar abgelehnt werden. Dem Vorstände der jüdischen Gemeinde muß vielmehr überlassen bleiben, wegen Leitung des jüdischen Religions-Unterrichtes unter Beachtung der allgemeinen Vorschriften seine eigenen Entschließungen zu treffen." — Am 28. Februar wurde in Karlsruhe der fünfzigjährige Gedenktag an den Theaterbrand begangen. Herr Stadtpfarrer Längin und Herr Stadtrabbiner Appel hielten Gedenkreden. Ersterer gehört zu denen, die durch Herrn Moritz Keutlinger — heute ein Greis von 77 Jahren — unter vielen Anderen gerettet wurde. — In Drcslau starb Herr; Marens Fuchs der sein mehrere Millionen betragendes Vermögen laut letztwilliger Verfügung für gemeinnützige und wohlthätige Zwecke bestimmt hat. — In Kosen, s Gjtrowo, Meschen und Inoivrastaw sind jüngst jüdische Kaufleute zu Vorsitzenden j der Stadtverordneten-Kollegien gewählt worden, ein erfreuliches Zeichen dafür, daß | in den kommunalen Verwaltungen dieser Provinz judenseindliche Gesinnungen keinen \ Boden finden. — In Königsberg wurde Herr Rabbiner Dr. Pogelltein ans Gppeln j zum Rabbiner gewäht. — Das Krankenhaus der jüdischen Gemeinde in Frankfurt a. M. j beherbergte in dem Zeiträume 1893/96 insgesamt 1529 Kranke mit 38 679 Verj pflegungstagen. In der Poliklinik wurden 5383, in ihren Wohnungen 1058 Kranke j behandelt. Die Freibettstiftungen haben eine Höhe von Mark 188 171 erreicht.? Die. Ausgaben betrugen Mark 227 000; das von der Gemeinde zu deckende Defizit j beziffert sich auf Mark 111 000. — Wie der „Oberschlesische Anzeiger" meldet, j soll eine neue Orgel in der Synagoge zu Katibor demnächst Aufstellung fittbcit | auf Kosten des Rittergutsbesitzers I. Zender, der gegenwärtig in Meran weilt, j und „sollen die Bedenken welche gegen die Aufstellung einer Orgel in der hiesigen ) Synagoge s. Z. erhoben worden, beseitigt sein." — Der in journalistischen Kreisen | wohlbekannte Schriftsteller Ludwig Heimaun, Redakteur der „Zeitschr. f. Ver- } sichernngsw.", ist in Berlin im 63. Lebensjahre gestorben. — In Metz starb Herr \ Isaak Mayer, der lange Jahre Präsident des israelitischen Konsistoriums war. Herr : Rabbiner Dr. Ury widmete ihm eilten ehrenden Nachruf. - In Posen ist Frau Stadtrat Ulrike Friedländer, die Gattin des Herrn Stadtrats Josef Friedländer, der seit Jahren du den angesehensten Mitgliedern der Repräsentantenversammluug daselbst gehört, im