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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1897-02-01 · Heft 2 (1.2.1897) · p. Seite 33

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 2 (1.2.1897)
Date
1897-02-01
Page
Seite 33 (sequence 9)
Language
German
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SW •3’’.. — 33 — (gest. 21. Nissan 5515—1755), der, nachdem er sich von der Lau erkeit der Ab- . sichten Granboms überzeugt hatte, ihn und die ihn begleitende Familie ins Judentum aufnahm. Er erhielt den Vornamen A b r a h a m, sein Sohn Ahron Moses Isaak und seinr Tochter Lea. Als Granbom und seine Frau 1751 starben, nahm ein angesehener Amsterdamer Jude Lea an Kindesstatt zu sich in's Haus, während Isaak zu Rabbi Beer gebracht wurde, um bei diesem talmudischen Unterricht zu * erhalten. Isaak sprach späterhin von diesem seinem Lehrer stets mit Ehrfurcht und erwarb sich bald einen guten Ruf, beit er schon bei seiner 1750 erfolgten Konfirmation durch die Recitation der ganzen fälligen Sidra (Pericope, Wochenabschnitt des Pentateuch) und seinen talmudischen Vortrag begründet hatte. Was nun die in Schweden zurückgebliebenen Kinder Abraham Granboms anlangt, so kam der vierte derselben i. I. 1753 als 18jähriger Jüngling mit seinen beiden Schwestern, welche im Alter von 20 resp. 22 Jahren standen, nach Amsterdam und traten daselbst zum Judentum über; 1763 begab sich auch der dritte der Brüder, welcher bisher als Kaufmann in Schweden gelebt hatte, ebendahin, von wo er, nachdem er Jude geworden, nach Italien zog; dort erlag ev einer ihm beigebrachten Vergiftung. Der älteste, der, wie erzählt, königlicher Offizier war, starb zwar als Lutheraner, verweigerte jedoch vor seinem Tode die Annahme des Abendmahls, sodaß zeitgenössische Schriftsteller berichteten, er sei zwar tapfer als Offizier gewesen, aber schwach im Glauben und — er sei nicht in den Himmel gekommen. Auch der zweite Sohn, welcher Arzt war, war Lutheraner geblieben, befahl aber vor seinem Tode seinem Sohne und seinen beiden Töchtern, ebenfalls nach Amsterdam zu gehen und, dem Beispiele seiner seligen Eltern folgend, zum Judentum überzutreten. Sie leisteten auch seiner Aufforderung Folge, kanten 1797 tiach Ainsterdam, wo sie von ihrent Oheim . Isaak, der inzwischen von einer der dortigen Genieinden zum Rabbiner gewählt wordeit war, in's Judentum aufgenominen tvurden. Isaak heiratete die eine seiner Nichten, während sich die andere mit einem englischen Juden vermählte, ihr Bruder, der nach seinem Großvater Abraham genannt wurde, heiratete ein Mädchen aus der Amsterdamer portugiesischen Gemeinde und wurde ein angesehener Kaufmann. So waren in einem Zeitraum von 48 Jahren 11 Mitglieder der Granbom'schen Familie, fünf männliche und sechs weibliche, zum Judentum übergetreten. Inzwischen war Granboms Sohn Isaak zu einem Manne, namens Rabbi Meir Gans gekommen, bei bem er neben talmudischem Wissen die Kunst der Diamantschleiferei erlernte. Alle feine freie Zeit am Tage und besonders mehrere Stunden der Nacht verwendete ^r fortgesetzt auf das Talmudstudiunt, bis ihn ’ ein Blutsturz zwang, das Handwerk anfztlgebeit, wodurch er in die ihm angenehme Lage kam, sich ausschließlich dem Studium zu widmen. Er legte sich mancherlei

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