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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-08-01 · Heft 8 (1.8.1896) · p. Seite 187

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 8 (1.8.1896)
Date
1896-08-01
Page
Seite 187 (sequence 19)
Language
German
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187 auf den Antisemitismus sagte der Fürst: „Der Antisemitismus wird niemals in Bulgarien anfkommen, denn ich bin fest entschlossen, ihn jederzeit zu bekämpfen." In Uew-UorK starb Herr Rabbiner Dr. Aaron Wise. — Fräulein Alice Anne Wendenhall hat die Professur für Hebräisch am Earlham College in Indiana erhalten. — Herr Schalom Dapige in Dombay ist der erste Beni Israel, der von der Regierung den Grad eines Deputy Collector erhalten hat. — Kürzlich weilte Herr Elie Scheid, der Vertreter des Herrn Baron Edmund von Rothschild wieder in Jerusalem, und ist, wie stets, mit vollen Händen gekommen. Er zahlte für die Jerusalemer Gemeinde die „Askeria" (Militärtaxe) und spendete außerdem den Hospitälern und den Armen der heiligen Stadt 25000 Francs, deren Verteilung er selbst vornahm. — Man meldet aus Jerusalem, daß Hyacinthe Loyson (Le pere Hyaeintlie) einen Vortrag veranstaltet hat mit dem Thema, die Versöhnung der Inden, Christen und Mohammedaner. Dieser Vortrag fand am 26. April im Hotel Lloyd statt, und die Bekanntmachung dazu erging in französischer, arabischer und hebräischer Sprache. Theater, Musik und bildende Kunst. Die Gesellschaft für Sammlung und Conservirung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums in Wien hat in den letzten Wochen zahlreiche wertvolle Bereicherungen erhalten. So hat die Gesellschaft-zwei große Sederschüsseln aus italienischer Majolica erworben, von welchen eine mit 700 Millimeter Durchmesser von Jakob Azulai in Padua 1532, mit prachtvollen figuralen und ornamentalen Darstellungen in Haut-Relief versehen, die zweite in Pezaro im Jahre 1730 angefertigt wurde; ferner einen Fayenceteller von Isaak Azulai aus Faenza, 1575 angefertigt. Unter den zahlreichen Geschenken, welche ders genannten Gesellschaft in der letzten Zeit zugegaugen sind, nimmt den ersten Platz ein hebräisches Gebetbuch (Amsterdam 1714) mit reich verziertem, in Silber- Filigran gearbeiteten Einband ein. Dieser in künstlerisch vollendeter Weise durchgeführt, ist mitZahlreichen Figuren, Mittelschildern und Ornamenten in vergoldetem Silber geziert. — Für die Antoinettenschule in Dessau hatte Herr Baron von Eohn zwei große, vom Berliner Bildhauer Professor A. Tondeur modellirte Standbilder gestiftet, welche den Fleiß und die Gottesfurcht versinnbildlichen. Die Enthüllung derselben fand unter Anwesenheit des herzoglichen Hofes und der Schülerinnen der Anstalt statt. — In London ist der bekannte Komponist und Musiklehrer, D. E. von Norden im 70. Lebensjahre gestorben. — In dem von der berühmten Gesangslehrerin Marchess gegebenen Schülerconzert in Daris erregte Fräulein Kosminski aus London großes Aufsehen. Die „Debats" und der „Ganlvis", wie auch andere bedeutende Blätter rühmen Fräulein Kosminski als

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