Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 16 (1896)
- Issue
- Heft 8 (1.8.1896)
- Date
- 1896-08-01
- Page
- Seite 186 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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186 Persönlichkeiten: Oberrabbiner Adler, Lord Windsor, Mitglied des Geheime» Rats von England und Bürgermeister von Cardiff, Lord Fredegar, Sir James M. Maclean, Parlamentsmitglied für Cardiff. Alle fünf Herren hielten entsprechende Reden, während Chorgesang die Feierlichkeit begann und schloß. — Die Einführung eines gemischten Chors in der Last London Synagogue hatte zur Folge, daß eine größere Anzahl von Mitgliedern ansgetreten ist und eine besondere Vereinigung mit gesondertem Gottesdienst gebildet hat — Signor Luigi Kyatto in Kam, der berühmte Nationalökonom, war vom Premierminister designirt, ein Mitglied des Staatsrats zu werden, aber er lehnte die Ehre ab. Er zieht es vor, weiterhin Professor an der Universität in Nom zu bleiben, wo seine Vorlesungen über Nationalökonomie stark besucht sind. — Auf dem nationalen Jourualisten-Kongreß in Rom wurden zwei Marmorbüsten enthüllt, von denen die eine einem hervorragenden Journalisten und Politiker, dem längst verstorbenen Iaqnes Dina gewidmet war, der vom Rabbinatskandidaten in Turin zu eiuem der hervorragendsten Publizisten und Vorkämpfer der nationalen Einheit Italiens sich entwickelte. — Am 27. Mai wurde in Kopenhagen unter zahlreicher Beteiligung und im Beisein der geistigen Elite der Stadt das Denkmal für den 1894 verstorbenen Arzt und Philantropen Professor L. I. Drandes enthüllt. — An der Berner internationalen Conferenz der Staaten, welche der Berner Convention angehören, haben auch als Deligirte mitgewirkt: Prof. Aster, Mitglied des Geheimen Staatsrats für Holland und Signor Gttolenghi für Italien. — Die drei Rabbiner von Petersburg, Warschau und Moskau haben nunmehr der Krönung beigewvhnt und sind mit der Geistlichkeit zusammen vom Zarenpaare in Audienz empfangen und durch Ordensdekoratiouen ausgezeichnet worden. Jeder von ihnen erhielt 600 Rubel Reisevergütung. Auch Herr Baron Giinchurg war zur Krönung eingeladen als Vorsitzender des Hospitals des Prinzen Peter von Oldenburg. — Ein ehemaliger armer Rabbinatskandidat ist gegenwärtig Hauptingeuieur an der sibirischen Eisenbahn und leitet die Arbeiten dieses Schienenstranges, welcher Asien und Europa verbinden soll. Der Name dieses beachtenswerten Autodidakten ist I. S. Giinchnrg. — Die Katholiken in Taschkent haben der dortigen jüdischen Gemeinde öffentlich ihren Dank ansgedrnckt, tveil der jüdische Kanfmann Badegeiv ein schönes Gebäude zur zeitweiligen Kapelle geliehen hatte, als der Militärgeistliche Pater Wapnzyanski die Stadt besuchte. — Bei dem Besuche, den jüngst Fürst Ferdinand von Bulgarien in Konstantinvpel machte, bewilligte er auch dem Chacham Baschi eine Audienz, damit dieser ihm eine Adresse überreichen könnte, welche den Dank der dortigen Juden für seine freundlichen Gesinnungen gegen seine jüdischen Uuterthaneu ausdrückt. Bei der Übergabe der in spanischer Sprache geschriebenen Adresse dankte der Fürst für die guten darin ausgedrückteu Gesinnungen und hob hervor, daß er besonders die spanischen Juden in Bulgarien immer zu den besten Bürgern seines Landes gerechnet habe, denn sie respektierten die Gesetze und arbeiteten für die allgemeine Wohlfahrt. Mit Bezug