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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-06-01 · Heft 6 (1.6.1896) · p. Seite 142

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 6 (1.6.1896)
Date
1896-06-01
Page
Seite 142 (sequence 22)
Language
German
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142 des Künstlerpaares Ernst und Helene Hartmann verlobt. — Herr Aloia Kaiser, Komponist der „Zmirath Jad" ist von der Odcssaer Gemeinde ersucht worden, anläßlich der Czarenkrönung den Psalm 21 in Musik zu setzen. — Der englische Schubert, wird der älteste unserer lebenden Komponisten einstimmig von der englischen Kritik genannt, Mr. Charles Salaman, der vor einiger Zeit seine 82. Geburtstag feierte. Schon als er 17 Jahre alt war, kannte man den jungen Künstler, der später oft vor der Königin Victoria und König Altbert spielen mußte. Als 16jähriger Jüngling reiste er in der Gesellschaft des berühmten Schauspielers Dharles Kean zum dritte Shakespearejnbiläum nach Stratfort. Sein Onkel Mr. Isaak Cowen hatte zu dieser Zeit eine Ode gedichtet, und der junge Salaman war beauftragt, dieselbe in Musik zu setzen. Er spielte oft mit Liszt, kannte Mendelssohn vortrefflich und zählte Schumann, Hummel, Moschcles, Meyerbeer, Spohr, Thalberg, Wagner, Heller, Balse, Wallace, Czerni, Verdi und Gounot zu seinen persönlichen Bekannten. Er besitzt einen Brief der Witwe Mozart's aus Salzburg. Er hat die besten englischen, französischen, italienischen, deutschen, spanischen und hebräischen Lieder in Musik gesetzt. Ein Ave Maria hat den Weg in die St. Peterskirche zu Rom gefunden, seine Komposition des 84. Psalms wird in der Westminster-Abtei und in fast allen englischen Kirchen gesungen. — Den Königlichen Museen in Berlin ist von Herrn James Simon ein Fund von Thontafeln zum Geschenk gemacht worden. Es handelt sich um etwa 500 Tafeln ans gebranntem Thon, die mit altbabylonischer Keilschrift beschrieben sind und aus der ■ südbabylonischen Ruinstätte Tello herstammen. Vermutlich gehören sie zu einem großen Funde, von dein beträchtliche Teile dem Vernehmen nach auch in andere Museen Europas gelangt sind. In der Mehrzahl sind es Aktenstücke aus den Tempelarchiven von Tello aus der Zeit der südbabylonischen Könige Jne-Sin, Gamil-Sin und Vur-Sin, die um 2500 v. Ehr. in der Stadt Ur der Chaldäer residirten, die aus der biblischen Patriarchengeschichte allgemein bekannt ist. — Der Wettbewerb um das Stipendium der ersten Michael Beerschen St.ftnng in Berlin für jüdische Maler aller Fächer bestimmt, ist auch diesmal wegen Unzulänglichkeit der eingegangeiren Bewerbungsarbeiten ohne Ergebniß geblieben. — Herr Elka» Adler in London besitzt ein seltenes Pentateuch-Manuscript, illustrirt von dem Chasan Farisol, der ein Freund von Christoph Columbus war, und dessen Mäcen, der Fürst von Este, ein Ahnherr der Königin Victoria gewesen ist. — Im Camera-Club in Wie», einer künstlerischen Vereinigung von Amateur-Photographen, hielt vor kurzem Herr Baron Albert Rothschild einen Vortrag. Der freiherrliche Amateur, dessen Aufnahmen bekanntlich wiederholt ausgestellt waren, bewegte sich ausschließlich auf technischem Gebiete und teilte unter Vorzeigung photographischer Aufnahmen eine Reihe von Erfahrungen mit, die von der zahlreich erschienenen, zumeist Fachkreisen angehörenden Gesellschaft

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