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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-06-01 · Heft 6 (1.6.1896) · p. Seite 141

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 6 (1.6.1896)
Date
1896-06-01
Page
Seite 141 (sequence 21)
Language
German
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141 denen wir überall und inimer nur Vorteile hatten, nahm. Unsere Geistlichen können die Wahrheit unserer Angaben bestätigen. — An dem Tage, da ihre Tochter dem Baron Günzburg angetraut wurde, spendete Frau Aschkcnasy in Odessa die Summe von 40 000 Rubeln für die jüdischen Armen der Stadt. Die Herren Ephrnssi haben zum Zweck der Gründung einer neuen Schule für die Kinder dortiger jüdischer Bürger 35 000 Rubel gespendet. Die Schenkung tritt anläßlich der Krönung Ihrer Majestäten in Kraft. — Die Gemeinde in Kowuo wählte Herrn Rabbiner Zewi Hirsch, Sohn des Rabbi Jizchak Elchanan zu dessen Nachfolger. — Der nunmehr verstorbene Erzherzog Carl Ludwig besuchte bei seinem Aufenthalt in Jerusalem die Synagoge der Sephardim und besichtigte die Klagemauer der Juden, wobei ihm die Ältesten der Judengemeinde die Honneurs machten, denen der hohe Gast seinen Dank ausdrückte. Theater, Musik und bildende Kunst. Am 18. Mai 1896 waren es vierzig Jahre, seit Adolf Sonnenthal dem Burgtheater in Wie» angehört. Was er diesem Knnstinstitute durch all die Jahre gewesen, was er ihm heute noch ist. wem müßte dies erst gesagt werden? So wird denn auch die eben erschienene Biographie Sonnenthals, von Llldwig Eisenberg, Allen eine hochwillkommene Gabe bilden, Alle werden niit Interesse und warmer Teilnahme den Lebenslauf des genialen Künstlers verfolgen, der als Schneidergeselle nach Wien kam und hier die Höhen der dramatischen Kunst erstieg, dem Niemand den Titel des ersten Schauspielers Deutschlands streitig macht, der aber auch als Mensch sich der allgemeinsten Sympatieen erfreut. Sonnenthal legt auch großes Interesse für das Judentum an den Tag und hat erst vor Kurzem die Stelle eines Vicepräsidenten in der neugegründeten „Gesellschaft für Sammlung und Konservirung von Kunst- und historischen Denkmälern des Judentums" übernommen. — Unter dem Titel „Jarchon Hachasanim" erscheint seit Januar dieses Jahres in Warschau eine hebräische Musikzeitschrift, die als eine eigenartige und beachtenswerte litterarische Erscheinung bezeichnet zu werden verdient. — Goldmark's neue Oper „Heimchen am Herd" hat in Wien einen durchschlagenden Erfolg erzielt und die Hofoper hat ein kräftiges Zugstück gewonnen. — Eine der ersten Schauspielkräfte des Münchener Hoftheaters, Fräulein Charlotte Schloß, eine geborene Frankfurterin, ist nach mehrjähriger Vorbereitung zur Oper übergegangen und hat jüngst im Salzburger Stadttheater mit Erfolg die Rolle der Elsa im „Lohengrin" gesungen. — Dem Herrn Intendanten Emil Claar in Frankfurt a. M. wurde der Kronenorden vierter Klasse verliehen. — Herr Ritter von Gutmann hat sich mit Fräulein Emilie Hartman» einer Tochter

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