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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-06-01 · Heft 6 (1.6.1896) · p. Seite 137

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 6 (1.6.1896)
Date
1896-06-01
Page
Seite 137 (sequence 17)
Language
German
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137 bürg, für seine Arbeit „Der Einfluß Spinozas auf die deutschen Denker und Dichter" zuerkannt worden. — Herr Dr. Heinrich Simon ist zum Bibliothekar an der kgl. Universitätsbibliothek in Berlin ernannt worden. Derselbe ist in weiten Kreisen durch die Herausgabe von Schumann's Schriften, sowie durch ein humoristisches Musiklexikon, das er unter dem Namen K. Lauer publicirte, bekannt geworden. — Der Professor der Heidelberger Universität, Herr Dr. Georg Jellinek, wurde von der Princeson University zu New-Iersey anläßlich der Feier ihres hundertfünfzigjührigen Bestandes zum Ehrendoktor ernannt. — Die König!. Akademie der Wissenschaften in Berlin hat Herr Prof. Dr. Heinrich Weil in Paris, Mitglied des Institut äs Prnnes, zum korrespondirenden Mitglied ihrer philosophisch-historischen Sektion gewählt. — Aus Anlaß der Enthüllung des Kaiserdenkmals in Frankfurt a. M. wurde dem Bankier Herrn Theodor Stern der Kronenorden dritter Klasse, Herrn Georg Speyer der Kronenorden vierter Klasse verliehen. Den Charakter als Geheimer Sanitätsrat erhielt Herr Dr. Karl Weigert, erster Vorsitzender des ärztlichen Vereins und Lehrer am Senkenbergischen Institute. — In Straßburg (Elsaß) wurde der Grundstein zu einer neuen Synagoge gelegt. Aus diesem Anlaß fand an der Baustätte eine würdige Feier statt. — Am 21. April starb in hohem Alter in Zabern Herr Rabbiner Dreyfns. — Der Litteraturverein „Mendelssohn" in Gelnhausen macht erfreuliche Fortschritte. Die Zahl der Mitglieder, welche bei der Gründung 13 betrug, ist bereits auf 30 angewachsen, gewiß ein erfreuliches Zeichen bei einer ländlichen Gemeinde von kaum 70 Familien. — Der vor einigen Wochen in Münster lWestfalen) Heimgegangene frühere Lehrer und Kultusbeamte, Herr N. Meister, welcher bis zu seiner Pensionierung 28 Jahre in Soest amtirte, hat die Soester Synagogengemeinde zur Universalerbin seines Vermögens eingesetzt, mit der Bestimmung, daß die Hinterlassenschaft zu wohlthätigen Zwecken, speziell für verschämte und unbescholtene Arme, verwandt werde. — Vor einigen Monaten starb der katholische Stadtpfarrer Dr. Schleweck und hinterließ u. A. testamentarisch der katholischen Gemeinde in Bnchan 1000 Mark und ebenso der israelitischen Gemeinde 1000 Mark. — Frau Lina Lustig, geb. Schlesinger in Leipzig, gebürtige Oberschlesierin, hat dem Waisenhaus zu Rybnik 10 000 Mark hinterlassen. — Herr Moritz Mannheimer in Berlin hat anläßlich seines siebzigsten Geburtstages dem Krankenhause der jüdischen Gemeinde eine Schenkung von 20000 Mk. übergeben und nebstdem noch zahlreiche andere wohlthätige Institute bedacht. — In Durmenach (Oberelsaß) wurde Herr Dr. I. Wiener zum Rabbiner gewählt. — Freiherr von Hammerstein das geistige Oberhaupt der conservativen Partei wurde zu dreijähriger Zuchthausstrafe verurteilt. Diese Thatsache von der wir mit den Worten der Schrift „Wenn dein Feind fällt freue dich nicht" Notiz nehmen, sollte gewisse Kreise darüber belehren, endlich Bestrebungen aufzugeben,

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