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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-05-01 · Heft 5 (1.5.1896) · p. Seite 106

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 5 (1.5.1896)
Date
1896-05-01
Page
Seite 106 (sequence 10)
Language
German
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— 106 daß es nicht nur die eigene Volksgemeinschaft, sondern die ganze Menschheit umfassen wird. So finden wir beim Judentum den Gedanken der Universalität, getreu seiner Bestimmung, sowohl am Anfang, wie am Ende ausgedrückt. „Die Kukamith" ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Journalistik und zur Biographie des herzoglich anhaltischen Schuldirektors Dr. David Fränkel in Dessau. Von L. Horwitz, Dessau. (Schluß.) Im letzten Hefte des 5. Bandes konnte Dr. Fränkel noch seinen Lesern ein Handschreiben des Großherzogs von Baden Mitteilen. Dieser Fürst schrieb ihm über die „Sulamith" — — — „Schriften mit einer so wohlthätigen Tendenz müßten durch ihre Beförderung des allgemeinen Besten, die edlen Bemühungen ihrer Verfaßer auf's schönste belohnen. Sehr angenehm ist Mir dieser Anlaß zur Bezeugung der achtungsvollen Gesinnungen, womit ich stets bin, Herr Direktor Fränkel, Ihr wohlaffektionirter Ludwig Als der König von Württemberg im Jahre 1817 die Fortsetzung der „Sulamith" erhalt, eröffnete der Geheime Legationsrat v. Nathisson dem Herausgeber Folgendes: „Ew. Wohlgeboren habe ich das Vergnügen auf allerhöchsten Befehl Sr. Majestät des Königs von Würtenberg zu eröffnen, daß Allerhöchstdieselben die Fortsetzung des schätzbaren, auf Veredlung und Aufklärung der israelitischen Nation so kräftig hinwirkenden periodischen Werkes „Sulamith" mit wahrer Satisfaktion erhalten haben und Ihnen für diesen Beweis von Aufmerksamkeit aufrichtig verbunden sind." — Der GrvßhUrzog von Hessen befahl die Eintragung der „Sulamith" in den Katalog der Bibliothek zu Wilhelmshöhe und die Anschaffung sämtlicher erschienenen Jahrgänge. Die Fürstin Paulina von Lippe Detmold würdigte die „Sulamith" in folgendem Handschreiben: Werthester Herr Doktor! Ihre „Sulamith", die Frucht eines hellen Zeitalters und allgemeiner Menschenliebe, die sich des Beifalls entschieden erfreut, war auch mir nicht fremd geblieben, indeßen nehme ich sie gern aus des Herausgebers sorgsamen Händen an, übersende die Subscription auf 3 Exemplare und bitte mit der Uebermachung der folgenden Hefte fortfahren zu wollen. Möge das Unternehmen Vervollkommnung wirken und Ihr Volk durch Talente, Gemeinnützigkeit, wahre Bildung und Näherung zu allem Offenen und Schönen sich selbst die Stufe bereiten, die es wünscht und jeder Menschenfreund demselben gern gönnen wird. Paulina. Detmold, den 13. Junius 1817.

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