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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1896-03-01 · Heft 3 (1.3.1896) · p. Seite 66

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
16 (1896)
Issue
Heft 3 (1.3.1896)
Date
1896-03-01
Page
Seite 66 (sequence 18)
Language
German
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66 in den Zeitschriften: „Ben Chananja, Indisches Centralblatt, Kochbe Jizchak, Hazofeh l'Hamagid, Hajehudi, Beth Talmud und Ozar Hasifruth" veröffentlicht, und wäre hierbei besonders hervorzuheben, daß unter jenen Aufsätzen sehr viele über die Kommentare Aben Esras zu den fünf Megilloth, den Psalmen, Hiob, Jesaias und den zwölf kleinen Propheten sich befinden, die nach Urteilen von kompetenter Seite, wie des Herrn Jacob Reifmann, mit dem Herr Rabbiner Eisler bis in die letzten Jahre eine lebhafte Korrespondenz unterhielt, sehr wertvoll sind. Gelehrte, wie Leopold Löw und Nehemias Brüll haben es nicht verschmäht, von seinen Aben Esra-Forschungen in anerkennender Weise Notiz zu nehmen. (Die Lebensstalter in der jüdischen Litteratur S. 373, und Letzterer im Hazofeh l'Hamagid 23. Jahrg. Nr. 20, S. 159). Herr Rabbiner Eisler hat zur Richtigstellung des nicht selten korrumpierten Aben Esra-Textes, sowie zum näheren Verständnisse gar vieler dunkler Stellen in demselben wesentlich beigetragen. Wir sprechen dem bescheidenen, gelehrten, um die jüdische Wissenschaft verdienten Manne nachträglich unsere herzlichsten Glückwünsche aus. — In Wien beging der emeritierte Religionslehrer Herr Prof. Hammerschlag, bekannt als Herausgeber von I. N. Mannheimers Reden aus dessen Nachlasse, und als umsichtiger Leiter der Bibliothek der isr. Kultusgemeinde, am 4. Januar seinen siebzigsten Geburtstag. — In Bndweis feierte Herr Rabbiner Adam Wunder sein 50jähriges Rabbinerjubiläum. — Man berichtet aus Koposwar: Eine solch erregte Generalversammlung, wie die am 26. Dezember in den Lokalitäten hiesiger israelitischer Kultusgemeinde stattgehabte, hat es hier vielleicht noch nie gegeben. Anlaß zu derselben bot ein Aufruf des Grundbesitzers und gewesenen Vorstehers Adolf Kunsy an die Mitglieder der Kultusgemeinde in Angelegenheit des Rundschreibens der Araber israelitischen Kultusgemeinde, betreffend die Einsegnung gemischter Ehen. Kaum hatte Präsident Franz Bakoni den Aufruf verlesen, als die ganze Generalversanunlung — 5—6 Personen ausgenommen — in laute Eljenrufe auf den Araber Oberrabbiner Dr. Rosenberg ausbrach. Hierauf trat Herr Adolf Kunsy in schöner und schwungvoller ungarischer Rede für den Standpunkt des Aufrufes ein. Die edle ungarische Nation — hob Redner hervor — hat die Scheidewand, welche das Judentum von den übrigen Konfessionen des Landes Jahrhunderte hindurch absonderte, niedergerissen. Warum sollten wir jetzt unsererseits neue Scheidewände errichten wollen? Hierauf war Herr Rabbiner Dr. Emanuel Herzog bestrebt, sowohl seinen, wie auch den Standpunkt der im Herbste in Budapest gehaltenen Rabbiner-Konferenz zu beleuchten und nachzuweisen, daß dieser Standpunkt der allein richtige sei. Die Einsegnung der gemischten Ehen wurde jedoch mit 54 gegen 4 Stimmen zum Beschlüsse erhoben. — Die vor Kurzem verstorbene Witwe B. Deutsch in Raab hat in ihrem Testamente 120000 Kronen für wohlthätige und kulturelle Anstalten gewidmet. — In Waidhosen a. d. Thaya

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