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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-08-01 · Heft 8 (1.8.1895) · p. Seite 178

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 8 (1.8.1895)
Date
1895-08-01
Page
Seite 178 (sequence 10)
Language
German
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Wesen nach zu erfüllen gar nicht in der Lage ist. Und ist es der Mensch nicht, in .dem die Schöpfung ihr Bestes zeigt, hat er keinen Zweck, worin zeigt sich ihr Zweck? (Fortsetzung folgt.) Wonatsschau. Herr Rab. Er. S. Pollak aus Trebitsch schreibt uns: Unter dem Titel „Ein interessantes Märchen" teilt Herr L. E — r in dem 6. Hefte (Juni 1895) dieser Blätter mit, daß in Nr. 3 des Monatsblattes „DiKre Emeth" als Verfasser des „Lecho Eodi" Salomo Hallevi, der spätere Bischof Paul von Burgos genannt wird und bezeichnet dies als ein Märchen. In der That jedoch liegt hier kein Märchen, sondern eine absichtliche oder unabsichtliche Verwechslung zweier Personen gleichen Namens vor, die in verschiedenen Jahrhunderten und in verschiedenen Ländern gelebt hatten. Der Verfasser des „Eeobo Evdi" ist der von Herrn L. E — r angeführte Salomo Alcavez Hallevi, welcher 1529—1561 blühte und in Palästina lebte. Ein anderer Salomo Hallevi aber aus Burgos in Kastilien (1351—1435) war zum Christentum übergetreten, hatte den Namen Paul angenommen, wurde Geistlicher und dann Bischof von Cartagena, später von Burgos und heftigster Verfolger seiner Glaubensgenossen von einst. (Siehe über ihn Grätz Geschichte der Juden, Band 8, S. 79) Keinesfalls also leiten die Juden die Sabathfeier mit einem, von einem, nachher Bischof gewordenen Apostaten verfaßten Liede ein. — Die zwischen Vertretern des Kultusmisteriums und dem jüdischen Gemeinde-Vorstand in Berlin stattgefundenen Konferenzen wegen Einführung des Religionsunterrichts an den höheren Königlichen Lehranstalten haben das Ergebnis gehabt, daß den genannten Anstalten ein fakultativer Religivnsuüterricht auf Kosten der jüdischen Gemeinde vorzuschlagen sei. — In Brandenburg a. d. H. hat Herr Er. Ackermann sein Amt als Rabbiner angetreten. — Der greise Rabbiner Herr Er. Levi in Gießen hat seine Bibliothek der dortigen Universität als Geschenk überwiesen. — Herr Rabbiner Er. Jaulus in Aachen, der seit vielen Jahren bereits Königl. Ortsschul-Jnspektor ist, ist von der Königl. Regierung zu Aachen mit der Beaufsichtigung und Leitung des Religionsunterrichtes in sämtlichen jüdischen Elementar- und Religionsschulen des Regierungsbezirkes Aachen beauftragt worden. — Am 15. Mai feierte Herr Oberkantor Emannel Traub in Wiesbaden sein 25 jähriges Dienstjubiläum als Kantor und Lehrer der israelitischen Kultusgemeinde. Zahlreiche Deputationen waren erschienen um den Jubilar zu beglückwünschen und wurden demselben viele Ehrengeschenke von Privaten und Cvrporationen gewidmet. — Zum Andenken des am 4. März 1894 verstorbenen früheren Rabbiners Er. Josef Perleö in München

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