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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-07-01 · Heft 7 (1.7.1895) · p. Seite 153

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 7 (1.7.1895)
Date
1895-07-01
Page
Seite 153 (sequence 9)
Language
German
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153 existierte, so müßte sie heute begründet werden! . Mit frohem Herzen darfst dn, teure Gemeinde, zurückblicken sauf den ganzen Weg, den du seit dein 2. April 1845 bis zum heutigen Tage gegangen bist. Der Weg war oft von Hindernissen und Beschwerlichkeiten erfüllt, du hattest gar manche Kämpfe zu bestehen, es drohten dir viele feindliche Mächte, und wo sie nicht im offenen Kampfe sich dir entgegenstellten, da suchten sie durch Lästerung und Fluch deine Kräfte zu lähmen — aber siegreich hast du die Wüste durchschritten. Schon auf deiner Wanderung fandest du zu rechter Zeit die frischen Quellen, die deinen Durst nach dem Gottesworte stillten, fandest du das Himmelsbrot, um deinen Hunger nach der Gotteswahrheit zn befriedigen, bis du eingezogen bist in das göttliche Reich, darin Geist und Gemüt zur Ruhe gelangt, seine Nahrung findet und Schaffenskraft, die stärkende Milch der reinen Religion und de» erquickenden Honig geläuterter Religiosität. Ein Vater im Himmel, Eine Menschheit auf Erden — das ist der neue Himmel und die neue Erde; Jsraelitentum — Menschentum; Gottesreich — Friedensreich; statt der heiligen Bundeslade der Bund mit Gott im Geiste und in der Gesinnung — das ist der Festgedanke, der heute dein Herz durchglttht! Ob dieses Gedankens darfst du hoffnungsfreudig in die Zukunft blicken: seid ihr noch in geringer Zahl, „ihr werdet euch mehren und ausbreiten auf Erden", der Herr wird dir, geliebte Gemeinde, deine jugendliche Begeisterung gedenken, deine hingebende Liebe, wie du ihm voll Vertrauen folgtest und so die gnadenvolle Verheißung an dir in Erfüllung gehen lassen: „Ich gedenke dir die Holdseligkeit deiner Jugend, die Liebe deiner Brautzeit, wie du mir nachzogst durch die Wüste, durch saatenloses Land. Diesen Bund, den ich mit dir geschlossen in den Tagen deiner Jugend, den denk' ich dir und halte ihn als einen ewigen Bund." Amen. Sprüche der Mater und ihre Historischen MezieHungen. Von Rabbiner Dr. Fried mann in Lublinitz. (Fortsetzung.) 20b-c. „Rabbi Jose, der Sohn des Juda, aus Kefar Gabbabli, sagt: Wer von Jüngeren lernt, — wem ist er vergleichbar? einem Menschen, der unreife Trauben ißt und Wein aus seiner Kelter trinkt; wer aber von Alten lernt, — wem ist er vergleichbar? einem Menschen, der reife Trauben ißt und alten

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