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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-06-01 · Heft 6 (1.6.1895) · p. Seite 137

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 6 (1.6.1895)
Date
1895-06-01
Page
Seite 137 (sequence 17)
Language
German
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.im» ii j.uujj'4jfwpjg|j — 137 — Verfasser des Kusari - wiewol das Akrostichon des Liedes dagegen spricht — zugeschrieben, den er in seinem schönen, Phantasie- und geistvollen Gedichte: „Prinzessin Sabbath" sonderbarerweise „Don Jehuda ben Halevi" nennt. (Die betreffende Strophe lautet: „Leclio dandi Likras Kalo!“ — Dieses hübsche Hochzeitscarmen, ist gedichtet von dem großen, hochberühmten Minnesänger, Don Jehuda ben Halevi). Könnte man da, das bekannte von den Büchern geltende Wort variirend, nicht auch sagen „Habent sua fata nomina? — L, E - r. Wonatsschau. Man schreibt uns: Es war eine erhebende Jubelfeier, die die jüdische Reformgemeinde in Berlin am 2 April dieses Jahres beging, welche Allen, die daran Teil nahmen, unvergeßlich bleiben wird und besonders tvaren es die herrlichen Worte des beredten und gesinnungstüchtigen Predigers, Herrn Dr. Moritz Levin, die einen mächtigen Eindruck auf die andächtige Gemeinde ausübten, weil in ihnen das Wesen und Wirken der Reformgemeinde und ihre geistige Stellung nach innen und außen zu begeistertem Ausdrucke gelangte. Neben dem aus diesem Anlasse erschienenen Buche: „Die Reform des Judentums." Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der jüdischen Reformgemeinde in Berlin von Dr. Moritz Levin» Prediger an derselben, hat die jüdische Reformgemeinde auch das neue Gebetbuch als Jubiläumsausgabe erscheinen lassen, welches wir unseren Gesinnungsgenossen zur Anschaffung aufs dringendste empfehlen. Es wäre nun endlich an der Zeit, daß in größeren Gemeinden Deutschlands auf Grundlage desselben, Gottesdienste eingerichtet werden und ist es Sache der freisinnigen Vereine, die Reformfrage ernst in die Hand zu nehmen und auf Worte Thaten folgen zu lassen. — Herr Rabbiner Dr. Sondheimer in Heidelberg hat anläßlich des Zusammentritts der ersten badischen israelitischen Synode einen Antrag auf Abschaffung der zweiten Feiertage gestellt und zu diesem Zwecke in einem gedruckten Schriftstücke die Gründe hierfür auseinander gesetzt. — Dem dreizehnten Berichte der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin geht eine wissenschaftliche Abhandlung von Dr. M. Schreiner über: „Der Kalam in der jüdischen Litteratur“ voran. Die Zahl der Hörer im Sommersemester betrug sechsundzwanzig, im Wintersemester einunddreißig und sieben Hospitanten. — Eine Rede, welche Herr Professor Dr. W. Rowack am 27. Januar zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers in der Aula der Universität zu Straßburg über: „Die Entstehung der israelitischen ■ Religion" gehalten hat, ist im Verlage von Heitz und Mündel dortselbst erschienen.

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