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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-02-01 · Heft 2 (1.2.1895) · p. Seite 31

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 2 (1.2.1895)
Date
1895-02-01
Page
Seite 31 (sequence 7)
Language
German
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31 lassen und die Bedeutung der Thaten Jakobs in Glauben und in der Erkenntnis zu erweisen. Wie einst nach den Tagen Moses' ben Maimuni die Lehre Israels einen Aufschwung nahm, die Schriften dieses Lehrers in allen Schulen gelesen wurden, der Ruhm seines Naniens an allen Orten erklang, die Meister im Orient und in Spanien, in Frankreich und in Deutschland bis an die östlichen Gegenden der Donau Maimuns Wort als maßgebend und entscheidend anerkannten, so rühmen sich heute die Schulen nicht nur Berlins und Deutschlands, sondern auch die Lehrhäuser in Ungarn uttb Italien, in Frankreich und England und Amerika die Wissenschaft im Geiste Zunz' zu pflegen, nach seiner Methode zu lehren. Darum glaube ich meine Herren Cvmilitonen, daß selbst nach, allem, was im Laufe dieser Monate über Leopold Zunz geschrieben und gesprochen wurde, diese Stunde, welche' wir seinem Andenken weihen, keine müßige sei, daß sie vielmehr Ihr Herz zu freudigen Gedanken anregen, Ihren Geist zu eifrigen Nachstreben erwecken kann und daß Sie, meine Herrn, ein Wort nachempfinden werden, welches Salomo Lob Rapoport, der berühmte Lehrer und Zeitgenosse Zunz, an diesen schrieb, als dessen Litteraturgeschichte der synagogalen Poesie im Jahre 1865 erschienen war und welches sich unter den Briefschaften in dem reichen. Schatze der Zunz'schen Briefsammlung im Archive der nach diesem Meister genannten Stiftung befindet:'') Erhalt' ich aus Deinen Händen eine Schrift, Ist mirs, als ob Dich mein sehnend Auge trifft. Bin heiter sonst ich an Fest- und Freudenfesten, Den Tag zähl ich zu meinen schönsten, besten. Ich weiß es nur zu wohl, wie hoch die freudige Regung in edlen jugendlichen Seelen anzuschlagen ist, tote sie deu strebenden Geist zur rüstigen Arbeit bestimmen und erwecken kann. Und so möchte ich Sie durch den Aufblick zu dem wissenschaftlichen Schaffen des großen Meisters zum ernsten Studium ermuntern, da ein neuer Abschnitt unsrer gemeinsamen Thätigkeit beginnt! Wie viel ist noch auf den verschiedenen Gebieten der jüdischen Litteratur zu unternehmen, um hochwichtige Werke voriger Zeiten methodisch behandeln zu können. Ich gestatte mir auf Disciplinen meines Faches hiuzuweisen. Wenn auch die Mischna in ihrer Form von manchen Weisen mit Erfolg behandelt wurde, so ist doch noch vieles über ihren geistigen Gehalt zu sagen. Das Wesen der Tosifta ist noch nicht, genugsam geprüft und doch verdient schon die Agada in derselben,, welche den dritten Teil des Brtches ausmacht, besondere Berück- 5) Im hebräischen Urtext: Jom bo dawar mijom tow, — esmach alaw k’al jom tow, — u’chal jom hacliag w’jorn tow,

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