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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1893-07-01 · Heft 7 (1.7.1893) · p. Seite 147

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
13 (1893)
Issue
Heft 7 (1.7.1893)
Date
1893-07-01
Page
Seite 147 (sequence 3)
Language
German
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147 haben wir ein Denkmal gesetzt, einfach und bescheiden, entsprechend dem einfachbescheidenenen Sinne des teueren Toten. Namens der Freunde des zu den Seligen eingegangenen Rabbi Nehemias Brüll, übergebe ich dieses Denkmal den Hinterbliebenen unseres Freundes. Sie sollen, da das leibliche Ohr des Toten es nicht mehr vernimmt, von den Gefühlen, die uns für ihr Teuerstes beseelen, Kunde haben und sollen unser Gelübde entgegennehmen, daß das Andenken an den Mann, dem das Denkmal geweiht, nie aus unseren Herzen und aus unserer Mitte schwinden wird. Der Segen des allmächtigen Gottes, des Hüters Israels, sei über uns und über unserem Thun. Amen! II. von Herrn Max Wertheimer. Hochverehrte Anwesende! Um meiner Aufgabe gerecht zu werden, an dieser Stätte einige Worte der Erinnerung Namens des Mendelssohnsvereins, dem teueren dahingeschiedenen Mitglieds, Freunde und Lehrer zu widmen, bräuchte ich nur, mich dem voll und ganz anzuschliessen, was der geehrte Herr Vorredner ausführte! Doch es kann uns iües nicht genügen. Ich muß hervorheben, wie wir noch ganz unter dem Eindrücke des erlittenen Verlustes stehen, wie nicht, wie es sonst im Leben heißt, die Zeit den Schmerz bei uns gelindert hat, nein uns mit jedem Tage denselben neu empfinden läßt in seiner ganzen Größe! Wem es je vergönnt gewesen den Worten des uns leider so früh Entrissenen zu lauschen, wer es weiß, wie er es verstanden anzuregen, zu begeistern, unfern Mendelssohnverein zu erheben, wie er mit hingebender Selbstlosigkeit für seine Grundsätze eingetreten, der wird uns nachfühlen, daß wir an diesem-Grabe in wehmutsvoller Stimmung weilen! Wenn das Dichterwort: „Es ist beschlossen in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat muß scheiden" je Geltung hatte, so hat es diese für uns im Mendelssohnverein in Bezug auf den teueren Heimgegangenen! So weihe ich denn Namens des Mendelssohnvereins diesen Kranz zum Zeichen innigen Gedenkens, inniger Verehrung und Dankbarkeit auch über das Grab hinaus, Dir! Du teuerer Abgeschiedener. Möge Dein Streben immer ein Sporn für uns sein, einzutreten für die Grundsätze, die Du uns gelehrt und unentwegt an ihnen festzuhalten und möge Brüll'scher Geist stets unter uns walten! III. von Herrn Dr. Adolf Brüll. Hochgeehrte Herren! Im Namen der Familie danke ich Ihnen auf's herzlichste dafür, daß Sie den Gefühlen innerer Verehrung und Freundschaft für den teueren Entschlafenen durch diesen Denkstein, den ich hiermit feierlich übernehme, äußeren Ausdruck gegeben haben. Es wird uns dieser Denkstein doppelt wert und heilig sein, als Denkmal der Erinnerung an den teueren Dahingeschieden, dessen Geisteszüge in

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