Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 13 (1893)
- Issue
- Heft 6 (1.6.1893)
- Date
- 1893-06-01
- Page
- Seite 129 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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129 Etudes orientales (Orientalische Reden) welches folgenden Inhalt hat 1) les doctrines religieuses et philosophiques de la Ferse (die religiöse» und philosophischen Lehren Persiens). 2) l’etat politique et religieux de Ja Judee dans les derniers temps de sa nationalite (der politische und religiöse Zustand Judäas in der letzten Zeit seiner nationalen Selbstständigkeit) 3. Molse Maimonide (Moses Maimonides), wo natürlich Saloinon Mnnk's grundlegende Arbeiten und dessen arabische Ausgabe des „Führers der Verirrten" benutzt wurden 5. Salomo Ihn Gabirol, der auch erst durch Munk dem Judentum wieder getvonnen und als jüdischer Philosoph in das ihm mit Unrecht lang vorenthaltene Pantheon der wirklichen bahnbrechenden Philosophen des Mittelalters eingeführt wurde. 5. Jeliuda Halecvi (der Dichterphilosoph) 6. Les langues semi'tiques (die semitischen Sprachen) 7. Le cant des cantiques (das Lied der Lieder) 8 les Fsannies (die Psalmen). Dieses Buch war, wie diese kurze Inhaltsangabe schon zeigt, eine Frucht jahrelangen Studiums, und erschienen die einzelnen Arbeiten in den akademischen Zeitschriften Le Journal des savants (Gelehrtenjournal) und in der Revue des deux rnondes, größtenteils als eingehende Besprechungen der Werke Salomon Munks und Ernest Renan's. Es waren dies befruchtende Kritiken, die dadurch, daß sie in weltbekannten Zeitschriften dem allgemeinen Publikum zugänglich gemacht wurden, an Bedeutung gewonnen haben. Diesen zwei Zeitschriften, die sich heute noch eines Weltrufes mit Recht erfreuen, gesellte sich im Jahre 1857 das nicht minder berühmte politische und litterarische Tageblatt: Le Journal des debats (Zeitung freier Besprechungen), denn im Jahr 1857 war es, daß Prof. Franck ersucht wurde, seine bewährte Feder auch diesem zu widmen. Und wo hätte Franck seine Mithilfe versagt, wenn er hoffen durfte, dem Gemeinwohle, seinem geliebten Vaterlande nützen zu können. Als Frucht dieser publicistischen Thätigkeit erschien im Jahre 1864 sein Buch: Reformateurs et publicistes de l’Europe (Reformatoren und Publicisten Europa's), und auch diese gediegene Schrift trug nicht ivenig dazu bei, die Achtung der Journalisten — die so gerne von oben herab angesehen wurden — um ein Bedeutendes zu heben. Das von ihm in den 50er Jahren redigirte und zum großen Teil auch von ihm bearbeitete Dictionnaire des Sciences philosopliiques (Wörterbuch der philosophischen Wissenschaften), das in 6 starken Oktavbünden erschienen war, bestand die Feuerprobe der Wissenschaftlichkeit und des Strebens, dem Wahren, Schönen und Guten eine bleibende würdige Stätte zu bereiten, denn ihm genügte nicht das schöne Wort, ihm galt des Dichters Wort: „Das Wort sei Hort und Saat zur That" und deshalb war sein heißestes Bemühen stets geblieben, der Gesellschaft zu nützen, den sittlichen, geistigen und gesellschaftlichen Höhepunkt dieselbe erreichen zu lassen. Auch hierin war es ein echter Sohn des Judentums welches lehrt: Zuerst war die That und der Talmud sagt: „Nicht das Studium, sondern die gute That ist die erste Pflicht eines jeden Israeliten." Im Jahre 1869 erschien sein Buch Fhilosophie et Religion (Philosophie und Religion in ihren Wechselbeziehungen). Daselbe enthält: 1. Le mysticisme cliez les ürecs (der Mystieismns bei den Griechen). 2. Le mysticisme et Falchymio (Der Mystieismns und die Alchimie). 3. Le rationalisme religieux au Xile siede (der Rationalismus im 12. Jahrhundert). 4. Le travaux de Salvator (die Arbeiten Salvador's, dem jüngst Prof. James Darmesteter in seinem Buche Les prophetes d’Israele.s ein schönes Capitel gewidmet hat) und 5. Spinoza.