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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1891-10-01 · Heft 9 (1.10.1891) · p. Seite 209

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
11 (1891)
Issue
Heft 9 (1.10.1891)
Date
1891-10-01
Page
Seite 209 (sequence 17)
Language
German
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- 209 — die ganze Welt in deiner Herrlichkeit, erhebe dich über die ganze Erde in deiner Majestät und erscheine im Glanze deines herrlichen Sieges allen Bewohnern deines Erdenkreises; damit jedes Geschöpf erkenne, daß dn es geschaffen und alles Gebilde ein sehe, daß du es gebildet und alles was Odem hat spreche: der Ewige der Gott Israels, ist König und seine Herrschaft walte über Alles." — Und wo, wie hier, der Ausdruck vaekommt: „Gott Israels" oder „unser Gott" der kann und soll es nur bedeuten: Der Gott, den Israel erkennt und verehrt, das ist der allmächtige Gott, König und Vater der ganzen Welt. Schon der Prophet Jeremias (7, 21) identificiert diese beiden Begriffe: „So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels." Ich muß hier noch erinnern, daß bei den zahlreichen Lobsprüchen, die der Israelit täglich zu sprechen hat, dem Worte unser Gott, stets das erklärende König der Welt, beigefügt ist. So glaube ich denn, verehrte Hörer, erwiesen zu haben, daß 1) die Auserwähltheit Israels zwar eine unleugbare geschichtliche Thatsache ist, die aber für uns die ernste Mahnung enthält, eine hohe Aufgabe zu erfüllen durch unablässiges Ringen und Streben nach Heiligung; daß aber 2) Der Nationalgott Israels in das Gebiet lächerlicher Fabeln zu verweisen ist. Die Sprüche der Wäter und ihre historischen Beziehungen von Rabbiner Dr. S. Fried man II, in Lublinitz. (Fortsetzung.) 10. „Rabbi Melr sagt: Beschäftige dich weniger in weltlicher Hinsicht und beschäftige dich mit der Lehre; sei demüthig gegen Jedermann; wenn du im Gesetzesstudium müßig bist, so stellen sich viele Hindernisse dir entgegen; wenn du dich aber im Gesetzesstndium mühest, so hat Er (Gott) vielen Lohn dir zu geben". — Von Elischa ben Abnja wird erzählt, daß er in seinem Fanatismus (s. oben zu 3,11. 4,3. 9) gegen das Gesetzesstudium die Lehrhäuser aufsuchte und die Jünger ermunterte, statt des müßigen, unnützen Verweilens au diesen Stätten lieber irgend ein Handwerk zu ergreifen; und daß er angesichts der Leidenseiner Zeit und im Hinblick darauf, daß viele Gesetzeslehrer gerade ihrer Treue wegen durch die Hadrianische Verfolgung den Märtyrertod erlitten, besonders an der Vergeltungslehre des Judenthums irre wurde ljer. Chag 2,1. Kidd. 39). Hiergegen nun protestirt sein treuer Schüler R. Melr, indem er zum Gesetzesstudium aneifert und für diese Bemühung doch großen Lohn (wenn auch erst in der zukünftigen Welt) von Gott verheißt. — lla. „Rabbi Elieser, der Sohn Jaakob's, sagt: Werda ei» Gebot übet, der erwirbt sich einen Fürsprecher; wer aber ein Verbot begehet, der erwirbt sich einen Ankläger. Buße und gute Werke sind ein Schild gegen das Leiden (das in Folge der Sünde eintreten muß)". — Es könnte zweifelhaft sein, welcher R. Elieser b. Jaakob es war, der diesen Ausspruch gethan hat: ob der Zeitgenosse des Rabban Gamliel II oder der Schüler R. Akiba's (s. Weiß, aa. O., II, 166); aber aus dem Platze, welcher ihm hier zwischen R. Melr und Rabbi Jochanan Hassandelar zugewiesen ist, darf mit Wahrscheinlichkeit das Letztere angenommen werden. Auch enthält 18 -M Mir I I li

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