Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 11 (1891)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1891)
- Date
- 1891-05-01
- Page
- Seite 116 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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116 Es folgt hierauf der eingehende Bericht der gewählten Revisoren durch Herrn Alex. Wert Hauer und die Versammlung ertheilt unter einstimmgei» Dank für die Mühewaltung die übliche Decharge für 1890. Nachdem die Generalversammlung Herrn Finkelstein ferner als Vorsitzenden und der Ausschuß — dem Herr Max Brenner statt des anstretenden Herrn Hermann Wittner beitritt, neu wiedererwühlt — schließt die Sitzung mit dem allgemeinen Wunsche, daß die „Mendelssohn-Stiftung" ferner wachse, blühe und gedeihe! W o n a t s s ch a u. Im Mendelssohn-Verein in Frankfurt a. W. fand am 12. März eine ordentliche Hauptversammlung statt. Voran gieng eine Gedächtnisfeier für den seel. Herril Rabbiner Dr. U. Knill. Die Gedenkrede hielt Herr Dr. I. Klan In den Vorstand wurden neu gewühlt die Herren H Kah und War Wertheimer. — In Elberfeld wurde ein Mendelssohn-Verein ins Leben gerufen. Am 25. Februar hielt in demselben der Vorsitzende Herr Hermann Strauß einen sehr anregenden Vortrag über Moses Mendelssohn. — In der letzen Winterversammlung des Mendelssohn-Vereins in Wilitsch, hielt Herr Cantor Pulvermann einen Vortrag über „die Zukunft der Religion'. — Von den Mitteilungen des D. I. Gemeindebundes wurde N. 29 ausgegeben. Seit dem Erscheinen der vorigen Nummer sind dem Bunde 29 Gemeinden und 154 außerordentliche Mitglieder beigetreten. — Auf Veranlassung der Verwaltung der israelitischen Gemeinde in Augsburg fanden daselbst Vorlesungen statt. Herr Rabbiner Dr. Groß sprach über „Herödes der Große" und über „Olymp und Sinai." — In Eöln wurde Herr Dr. Lazarus zum zweiten Rabbiner und Religionslehrer erwählt. Er ist als Mitarbeiter an den Jahrbüchern von Dr. N. Brüll bekannt geworden.— Die dritte Gemahlin Gustav Freitags Frau Anna Strakofch ist von Geburt eine Jüdin. — In der Aula des Gymnasiums zu Hirschberg hielt Herr Rabbiner Dr. Diram einen Vortrag über das Schul- und Erziehnngswescn der alten Völker. — In Ulm starb der verdiente Lehrer der isr. Gemeinde Herr Simon Einstein, der Mitgründer und Förderer der jetzt blühenden Kultnsgemeinde — Die Präparanden-Anstalt in Katibor unter Leitung des Herrn Lehrer P. Gnander nimmt von jetzt ab auch jüdische Zöglinge auf. Dieselben erhalten in sieben wöchentlichen Stunden den nöthigen jüdischen Unterricht. Wenn das überall durchgeführt wäre, würden wir auf einen Nachwuchs tüchtig geschulter Lehrer rechnen können. — Es ist uns zugegangey: Hebräische Schule (Lemle Moses'sche Klansstiftung) in Mannheim. Jahresbericht für das Schuljahr 1890,91. Die Schule wurde von über 800 Schülern besucht. Dirigent der Anstalt ist Herr Stadtrabbiner Dr. Appel. — Am 30. Januar hielt Herr Geh. Jnstizrath Professor Dr. Kerner in Kerlin im Union- Verein einen Vortrag über „Christentum und Judentum und ihre Zukunft". Er sagte unter Anderem. Die Juden sind die Pioniere des Monotheismus gewesen und geblieben, sie haben denselben stets treu bewahrt. Mögen sie darum bleiben, wie sie sind. Und jene Ueberlänfer, die jetzt zu der Religion des Christentunls übertreten, haben für uns weder religiösen Werth, noch sittliche