Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 11 (1891)
- Issue
- Heft 3 (1.3.1891)
- Date
- 1891-03-01
- Page
- Seite 68 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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68 durch einen Lehrer seines Bekenntnisses bleiben" leicht zn Mißdeutungen in der Auffassung und Handhabung Anlaß geben könnte. — In Dosen tagte am 25. Dezember der uengegründele „Verein jüdischer Lehrerder Ostprovinzen." — In Pinne miköe Herr De, W. Schlesinger zum Rabbiner erwählt, in Trier Herr Dr. Haßfreund und in Göttingen Herr Dr. G. Deutsch. — Herr Landesgerichtsrat Wolfe in Herlin wurde zum Oberlandesgerichtsrat in Marienmerder ernannt. — Herr Privatdozent Dr. Kenno Klein ist zum außerordentlichen Professor an der philosophischen Fakultät der Marbnrger Universität ernannt worden. — In Kamm wurde Herr Godchanr zum Bürgermeister ernannt. — Am 17. Januar starb Herr Woses Engelbert, Rabbiner in Heilbronn. — In Hamburg starb Herr Dr. Anton Kee, der Begründer der ersten Simultanschnle in Deutschland. Er kämpfte eifrig in Wort und Schrift für die Emanzipation der Juden. — Bei dem ans Anlaß des 309. Stiftungstages der Universität in Wiirzburg stattgehabten Festakte wurde der Preis der medizinischen Fakultät für richtige Lösung der von dieser gestellten Preisaufgabe, dem oaircl. med. Iac. Kenario aus Warktbreit verliehen. — Herr Louis Schlösser in Worms wurde in den Großherzoglichen Kreistag gewählt. — In Kätscher beging Herr Institutsdirektor Arnstein seinen 70. Geburtstag. Es wurde aus diesem Anlässe eine „Arnstein-Stiftung" iu's Leben gerufen. — Der Königliche Musikdirektor Herr Lewandowsky in Herlin geb. 1823 in Wreschen, feierte am 27. Dezeniber sein fünfzigjähriges Jubiläum als Chordirigent. Seiner Feder entstammen sehr wertvolle Compositionen. Seine Sammlungen „Kol Rinnah UT’fillali“ und „Todali W’Simrali“ enthalten herrliche Synagogengesänge, die sehr geschätzt und weit verbreitet sind. Se. Majestät der Kaiser zeichnete ihn durchVerleihung des Titels „Professor" aus. — In Hannover starb am 13. Januar im Alter von 82 Jahren der verdiente, langjährige Vorsitzende des jüdischen Gemeindevorstandes Herr Geh. Sanitätsrat Dr. H. Eohen. An seinem Sarge gaben Herr Landrabbiner Dr. Gronemann und Herr Direktor Dr. Hachau aus Wolfenbiittel den Gefühlen der Trauer tiefempfundenen Ausdruck. — In der Sitzung der Repräsentanten in Herlin am 11. Januar wurde der Antrag gestellt, die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums daselbst zu übernehmen und in ein Rabbinerseminar umznwandlen. — Am 14. Januar wurde der neue israelitische Friedhof in Wiesbaden, anläßlich der ersten dort stattgehabten Beerdigung, des Herren med. Dr Julius Dauly, durch Herrn Rabbiner Silberstein feierlich eingeweiht. — In der Mamreh-Loge in Benthen hielt Herr Rabbiner Dr. Hlumenthal aus Ratibor einen Vortrag über „Die Frauen im alten Israel". — Am 18. Dezember wurde in Wiesbaden eine Bnei-Krith-Loge mit Namen „Kassau- Loge" feierüd) eröffnet. — In der Humboldt-Akademie in Herlin hält Herr Oberlehrer Dr. Zelle populäre Vorträge über „Die Geschichte des jüdischen Volkes". — „Ohne Ideale" von Kichard Jaffe ist im Lessing-Theater in Herlin zur Aufführung angenommen. — Von Herrn Dr. Eäfar Seligmann sind zwei von ihm am Neujahrsfeste und am Versöhnnngstage im israelitischen Tempel zu Hamburg gehaltene Reden im Drucke erschienen. Der Redner hat sich zur Aufgabe gemacht, in denselben die Religio» überhaupt und das Judentum insbesondere zn verteidigen und dahin einschlägige Gedanken in klarer lichtvoller Weise behandelt. Der Satz Heinrich Ewald's „Israel bleibt unzerstörbar, unbesiegbar, es ist keine sterbliche Nation, es ist wie eine Idee, ein unsterbliches Wesen, das die Menschen verachten, mit Wut verfolgen, aber nicht vertilgen können", den der Redner anfnhrte, verdient weit hinansznkliiigen. — Es ist uns zugegangen: Bericht des Akademischen Vereins für jüdische Geschichte und Literatur zu Herliu über das