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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1889-11-01 · Heft 11 (1.11.1889) · p. Seite 260

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
9 (1889)
Issue
Heft 11 (1.11.1889)
Date
1889-11-01
Page
Seite 260 (sequence 20)
Language
German
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260 nennen könnten." Stürmische Slava- und Vyboriie-Ruke folgten dieser Rede. Hierauf wurden die Vertrauensresolutivnen für Rieger und Zucker angenommen. — Bei der Landtagswahl in der Leopoldstadt in Wien ist der Caildidat der liberalen Partei Herr Professor Sueß, mit 2286 Stimmen gewählt worden. — Bon dem Schriftsteller Viktor Eiari ist eine Schrift „Jsrael dans l’histoire“ erschienen, in welcher die große Bedeutung dieses Volkes den Judenfeinden klar gemacht werden soll. — In Paris weilte Herr Rabbiner A. Kluhm aus Los Angelos, in Südkalifornien. Derselbe wurde von der Regierung von Texas zum Commissar für die Weltausstellung ernannt. — Bei den jüngsten Gemeinderatswahlen in Paris drangen trotz der Agitation der Antisemiten 11 Juden durch. — Gelegentlich des Centennariums der französischen Revolution wurde auch eine Preisaufgabe über „die Gewissensfreiheit" gestellt. Es liefen 328 Arbeiten ein. Unter den Preisrichtern waren Adolf Frank und Jules Simon. Die Arbeit eines Professors am Valcenciennes und eines Lehrers in Colombo erhielten die ersten Preise mit je 5000 Francs. In dem Berichte über diese Arbeiten spricht sich Jules Simon sehr energisch gegen den heutigen Antisemitismus und gegen die Unduldsamkeit aus. — In Kordeanr starb plötzlich Herr Cardinal Gilbert, der den Antisemitismus verdammte und ein eifriger Freund des Judentums gewesen. — Unter den 240 in Paris studirenden Russen sind 200 Juden und Jüdinnen. — Bei der Hochzeitsfeier des Großindustriellen Lazare Weiler mit Fräulein Iaval, Tochter des Abgeordneten Iaval zu Paris, waren die Minister Spuller und General Moncets, sowie der Akademiker Prudhomme und der Ingenieur Carnot, Bruder des Präsidenten, Trauzeugen. Biele vornehme Personen, sowie ein großer Theil der Minister erschienen zur Hochzeit. — Der Erbprinz von Monaro verlobte sich mit der Herzogin-Wittwe Richelieu, einer geborenen Jüdin, aus der Familie Heine. — In Maris wollen eingewanderte Polen ein sogenanntes „Chassidim- Stübel" ins Leben rufen und einen „Rebben" erwählen. Zur Ausstellungszeit hätten sie den Stand ihrer Finanzen über den sie klagen, damit bessern können, denn das Chassidim-Leben ist immer wenigstens sehenswert. — Sir Henry Isaars wird nach Sir David Salomons und Sir Senjamin Philipps der dritte Bürgermeister der City in London sein, welcher dem jüdischen Glauben angehört. — Im Verlage von Grisfith, Farre u. Cie. in London wird demnächst das Tagebuch des Sir Moses Montefiore und der Lady Montefiore in zwei Bänden mit Illustrationen erscheinen. — In der englischen Zeitschrift „Men and Women“ befand sich jüngst das Bild des greisen Landrabbiners von England Dr. Adler und seine Biographie. — In Manchester wurde am 12. September eine große Synagoge für die eingewanderten Juden aus Polen eingeweiht. — In Ehristchurch wurde Rev. A. Ehodowski früher in Leirester zum Rabbiner ernannt. — Aus Lissabon berichtet man: S. M. der seel. König hat unserem Glaubensgenossen Herrn Eugen Pereirr die Würde eines Grafen und Granden von Portugal verliehen. — Der belgische Senator Herr Levi Montefiore hat 50,000 Francs der israelischen Gemeinde von Rom gespendet, um damit eine Handwerksschule zu gründen. — Im Museum für Alterthümer in Antwerpen ist auch ein jüdischer Rabbiner „Pater Jood" von dem berühmten Maler Heinrich Kestro ausgestellt. — Der Vorstand der jüdischen Gemeinde in Turin erhielt mit einem anonymen Schreiben eine Anweisung auf 20,000 Lire als Spende zum Bau eines jüdischen Hospizes. — In Kom fangen die päpstlichen Organe mit einem Schlage an stark in Antisemitismus zu machen. Die Ursache hiezu gibt die Zeitschrift

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