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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1889-11-01 · Heft 11 (1.11.1889) · p. Seite 249

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
9 (1889)
Issue
Heft 11 (1.11.1889)
Date
1889-11-01
Page
Seite 249 (sequence 9)
Language
German
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249 meln, Ordnen, Zusammenstellen nnd Korrigieren, eine Thätigkeit, für die Hunderte von Händen nicht zu viel geiveseu wären. Dabei war er von keiner robusten leiblichen Beschaffenheit, die Natur hat ihm nur eine schwächliche Körper-Konstitution verliehen, aber eine desto stärkere Energie und Willenskraft. 1854 erschien sein Programm eines neuen deutschen Wörterbuches; er wies in demselben nach, wie weit Grimm hinter der eigenen Aufgabe und den Ansprüchen der Zeit zurückgeblieben war, und entwarf die Zeichnung der Aufgabe der Lexicographie unserer Zeit zur praktischen Verwertung derselben. In bewunderungsvoller Weise unterzog er sich, bewußt seiner Aufgabe imd seiner wissenschaftlichen Kraft, dieser gewaltig großen Arbeit. In den Jahren von 1859 bis 1865 war sein: „Wörterbuch der deutschen Sprache mit Belegen von Luther bis auf die Gegenwart" in drei starken Quartbände» — A—Z — vollendet. Das Werk ist ein rühmliches Denkmal deutschen Geistes und deutschen Fleißes, dessen Gebrauch und Verwertung schon jetzt unentbehrlich geworden, auch für Fachmänner, denen es eine herrliche Ausbeute zur praktischen Benutzung bietet. Es dient der Wissenschaft und dem Lebe» zugleich. Land und Volk, Handel und Gewerbe, Ackerbau und Schifffahrt, der Markt und das Haus mit seiner Familie, über Alles finden wir hier Aufschluß und Erkäruug. Die Anerkennung dafür blieb dem Autor auch nicht aus. In fast allen litterarischen Zeitungen, Monats- und Wochenschriften des In- und Auslandes konnte man die sehr günstige und lobende Beurteilung des „Sanderschen Wörterbuches der deutschen Sprache" lesen. Es war dies eine wohlverdiente Palme für den Mann, der den schönsten und besten Teil seines Lebens mit der Erforschung und Sicherstellung des richtigen hochdeutschen Sprachgebrauchs und dessen Verwendung im mündlichen und schriftlichen Verkehr, mit der Ergründung und vereinfachten Darstellung der Wortbildung des reichen Sprachsatzes unserer hochdeutschen Sprache zubrachte. Dem nationalen Deutschtum war diese Entfaltung seines reichen geistigen Vermögens geweiht. Doch hat der Mann mit der Vollendung dieses Wörterbuches seine schriftstellerische Thätigkeit noch lange nicht geschlossen. Seit dem Jahre 1855 bis zur Gegenwart haben wir von ihm noch eine ziemlich große Anzahl Schriften zu verzeichnen: alle sind im Dienste unseres nationalen Deutschlands gearbeitet. Wir nennen von denselben: „Heitere Kinderwelt" 1868; „Fremdwörterbuch" 1871; „Wörterbuch der deutschen Synonymen" 1871; „Vorschläge zur Feststellung der einheitlichen Rechtschreibung für Alldeutschland" 1873—1874; „Deutscher Sprachsatz, geordnet nach Begriffen" 1874—1876; „Orthographisches Wörterbuch" 1878; „Katechismus der deutschen Orthographie" 1878; „Handwörterbuch der deutschen Sprache" 1878; „Aus den besten Lebensstunden" 1878; „Geschichte der deutschen Sprache und Litteratur" 1881; „Neue Beiträge zur deutschen Synonymik" 1881; „Satzbau und Wortfolge" 1882; „Geschichte der neugriechischen Litteratur" 1884; „Verdentschungswörterbuch" 1884; „Ergänzungswörterbuch der deutschen Sprache" 1886; „Deutsches Stil- und Musterbuch" 1886; „Für's deutsche Haus" 1886; „Deutsche Sprachbriefe" 1886; „Abriß der deutschen Silbenmessung und Verstaust", „Wörterbuch der Hauptschwierigkeiten in der deutschen Sprache" 1887; „Lehrbuch der deutschen Sprache für Schulen" 7. Aust. 1888 und andere mehr. Zum Schluß erwähnen wir mehrere Ehrenauszeichnungen, die unser Sanders von regierenden Fürsten erhielt: von Sr. Königlichen Hoheit unserem Großherzog wurde er zum Professor ernannt und darauf mit dem Orden der Wendischen Krone geschmückt; Se. Majestät, der König von Griechenland ließ ihm den Orden des Erlösers übermitteln. — So wolle Gott uns

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