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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1889-04-01 · Heft 4 (1.4.1889) · p. Seite 87

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
9 (1889)
Issue
Heft 4 (1.4.1889)
Date
1889-04-01
Page
Seite 87 (sequence 15)
Language
German
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- 87 ist dummes Zeug; was vor Fische in der Mark sind, das weiß ich, es sind Karpfen, Zander, Barsche und Aale; will er etwa die Gräten zählen?" Bloch war nicht nur seiner Gelehrsamkeit, sondern auch seines edeln Charakters wegen hoch geschätzt. Er starb zu Berlin am 6. August 1799. Seine reiche Fischsammlung kam nach seinem Tode in das dortige Zoologische Museum, woselbst sie sich heute noch befindet. B-m. Wonaisschau. Man schreibt uns: Dem Mathematiker Herrn Professor vr. Morih Stern, der seine Ruhetage bei seinem Sohne, dem Historiker Herrn Professor vr. Alfred Stern jetzt in Zürich, verlebt, wurde bei Gelegenheit seines sechzigjährigen Doktorjubiläums von Sr. Majestät dem Kaiser der Kronenorden II. Klasse verliehen. Möge dem hochverdienten Gelehrten die außergewöhnliche Frische des Geistes und Körpers noch lange erhalten bleiben! — Herr vr. Adolf Kohut in Dresden ist in Anerkennung seiner Verdienste uni die deutsche Litteratur von dem Herzog von Sachsen-Altenburg die Verdienstmedaille für Kunst und Wissenschaft mit der Krone verliehen worden. — Am 3. März wurde in Dessau eine Bnei-Brisz-Loge unter dem Namen „Anhalt Loge" eingeweiht. — In Derlin starb am 7. Februar der Geh. Kommerzienrat Herr Valentin Mannheimer. Der Heimgegangene war eine in der Geschäftswelt hochgeachtete Persönlichkeit und hat durch seine Thätigkeit einen Erwerbszweig für viele Tausende von Menschen geschaffen. Unter anderen Stiftungen hat er auch eine für seine Arbeiter begründet und auf seine letztwillige Bestimmung hin wurden dem Herrn Oberbürgermeister v. Forkenbeck 5000 Mark zur Verteilung an Arme ohne Unterschied der Konfession übergeben. Er wurde unter großer Beteiligung zur letzten Ruhe geleitet. An seinem Grabe sprachen die Herren Rabbiner vr. May bäum und Justizrat Horwitz Worte ehrenden Nachrufes. — Ani 12. Februar starb in Frankfurt a. M. Herr vr. Kiebrrfeld, Rabbiner der israelitischen Gemeinde in Samter. Sein Leichnam wurde nach Berlin überführt und auf bem Friedhofe der Adaß-Jisroel daselbst beigesetzt. — In Kerlin starb der Geheime Kommerzienrat Franz n. Mendelssohn, ein Urenkel Moses Mendelssohns. — In Gbornik wurde Herr Dr. S. Hamberger, früher in Schmersrns, zum Rabbiner erwählt und in Guahenheim Herr vr. Mar Ztaripolski. — In Hunzlau wurde Herr Ad. Geichmann, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, zum Stadtrat gewählt. — In Uirolai wurde eine Synagoge durch Herrn vr. Kohn-Kattowitz eingeweiht. Auch in Kosrnberg ist die Synagoge bereits fertig. — Am 19. Februar überreichte Herr Landrat Trott dem 23jährigen Kaufmann Herr Willy Stern in Jülich im Namen des Königs die Rettungsmedaille am Bande für eine kühne Thal in« Dienste der Menschheit mit Einsetzung des eigenen Lebens. Er hat nämlich einem im Mannesalter stehenden Handwerker, der dem Ertrinken nahe war, auf dessen Hülferuf das Leben bereitet und den bereits Bewußtlosen glücklich ans Land gebracht. Das „Jüllcher Kreisblatt" schreibt hierzu: „Die edle That des den Fischen beschäftigt, ist mir lieb; was er von meinen Landräten verlangt, /

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