Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 9 (1889)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1889)
- Date
- 1889-04-01
- Page
- Seite 86 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Novelle vom Mordachai rühmt, auch vor Fürstenthronen seiner Stammes- Leidens- und Glaubensgenossen stets eingedenk blieb und hülfreich Erwähnung that. (Schluß folgt.) Marcus KNezer Akoch. Der bekannte Zoologe Günther am British Museum äußert sich in seinein Handbuch der Ichthyologie (übersetzt von Br. Gustav von Hayek. Wien, Verlag von Carl Gerold's Sohn, 1886) p. 9 wie folgt: „Marcus Eliezer Bloch, geboren im Jahre 1723 zu Anspach, praktizierte als Arzt in Berlin; er hatte bereits das Alter von 56 Jahren erreicht, als er anfing über ichthyologische Gegenstände zu schreiben. In diesem Alter ein Werk anzufangen, in welchem er nicht nur vollständige Beschreibungeil der ihm aus eigener Anschauung oder aus Zeichnungen bekannten Arten geben, sondern auch jede Art in einem für diese Zeit wahrhaft prachtvollen Stile illustriren wollte, war ein Unternehmen, dessen Ausführung ein gewöhnlicher Mensch für unmöglich gehalten hätte. Dennoch führte er nicht nur dieses Unternehmen aus, sondern sogar mehr. Sein Werk besteht aus zwei Abteilungen: 1. Oekonomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands (Berlin 1782 bis 1784, 4° Tafeln in Fol.) 2. Naturgeschichte der ausländischen Fische (Berlin 1785—1795, 4° Tafeln in Fol. Bloch's Werk ist ein Unikum und wird es wahrscheinlich immer bleiben. Obgleich Cnvier fünfzig Jahre später ein ähnliches, allgemeines Werk über Fische in Angriff nahm, war der Gegenstand damals doch zu ausgedehnt geworden, um den Versuch zu gestatten, Illustrationen aller Arten oder Illustrationen von ähnlicher Größe und Kostspieligkeit zu geben. Die erste Abteilung des Werkes, welche einer Beschreibung der Fische Deutschlands gewidmet ist, ist vollkommen selbstständig und auf Bloch's eigenen Beobachtungen beruhend. Die darin enthaltenen Beschreibungen sowohl als die Abbildungen wurden nach der Natur angefertigt und sind, mit nur wenigen Ausnahmen, noch immer brauchbar; viele sind selbst heutzutage die besten, welche die Litteratur aufzuweisen hat". Bloch hatte, da er von armen Eltern stammte, viele Widerwärtigkeiten zu überwinden, uni seine medizinischen Studien beginnen und vollenden zu können; aber auch später bei feinen ichthyologische« Untersuchungen mußte er oft der nötigen Unterstützung entbehren. Professor v. Siebold sagt im Vorworte zu seinem Werke „Die Süßwasserfische von Mitteleuropa" (Leipzig, Engelmann 1863): „Ich darf wohl diese bei meinen in der Provinz Preußen angestellten ichthyologische« Untersuchungen mir zu Teil gewordenen Vorteile um so höher anschlagen, als es dem berühmten in Berlin lebenden Ichthyologen Bloch nicht einmal vergönnt war, sich einer gleichen von ihm für die Mark (Provinz) Brandenburg in Anspruch genommenen Unterstützung seiner Fischstudien erfreuen zu dürfen, denn nachdem derselbe eine solche Unterstützung von dem König Friedrich II. erbeten hatte, wurde ihm folgender Bescheid des großen Königs erteilt:*) „Daß er sich mit *) Dieser königliche von Friedrich II. eigenhändig geschriebene Bescheid befindet sich »och heute in den Archiven zu Berlin aufbewahrt.