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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1888-05-01 · Heft 5 (1.5.1888) · p. Seite 112

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
8 (1888)
Issue
Heft 5 (1.5.1888)
Date
1888-05-01
Page
Seite 112 (sequence 16)
Language
German
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112 und Moses ben Maimon". Sämtliche Vorträge wurden von der zahlreichen Zuhörerschaft mit lebhaftem Beifall ausgenommen und haben das Gute bewirkt, daß hierdurch die Entwickelung des Vereins um ein beträchtliches Stück weiter gefördert wurde. Aus diesen so befriedigenden Wahrnehmungen läßt sich die eine Thatsache nicht hinwegleugnen, daß derartige Vereine auch in mittleren, selbst kleineren Gemeinden ohne den meistens nur den Großgemeinden eigenen gelehrten Apparat festen Boden gewinnen und zum Segen und zur Anerkennung des Judentums Ersprießliches leisten können. — Am 5. März hielt Herr Rabbiner Dr. Winter in Dresden einen Vortrag über „Don Jsak Abarbanel, seine Bedeutung als Staatsmann, Gelehrter und Dichter." — Am 17. April hielt Herr Dr. Adolf Brüll im Mendelssohn-Verein in Frankfurt a. W. einen Vortrag über den Deutsch-Israelitischen Gemeindebund und sein Wirken. — Der Rabbiner- Verband in Deutschland versendet ein Zirkular die wissenschaftliche Bearbeitung des Talmud betreffend. — Von Herrn Dr. P. Neustadt in Breslau gieng uns eine Einladung zur Prüfung der Zöglinge der von ihm geleiteten Hebräischen Unterrichts-Anstalt zu. In derselben genießen Kinder armer Eltern den Unterricht, erhalten Schreibmaterialien unentgeltlich und werden auch aus Mitteln des Montefiore-Vereins daselbst in ihrer anderwärtigen wissenschaftlichen Ausbildung unterstützt. — Der Verein zur Förderung der jüdischen Litteratur in Breslau versendet sein Statut mit der Bitte an die Schriftsteller, ihm für die Vereins-Bibliothek Exemplare ihrer Schriften zngehen zu lassen. — Die Hebräische Schule (Lemle Moses'sche Klausstiftung) in Mannheim versendet den Jahresbericht für das Schuljahr 1887/88. Voran geht die von Herrn Dr. Appel gehaltene Abschiedsrede von der alten Klaussynagoge, gehalten am 12. März 1887. Auch Herr Rabbiner Dr. Fürst gehört zu den Lehrern der Anstalt. — In Berlin leben nach der Zählung vom I. Dezember 1885 unter 1,315,278 Einwohnern 64,383 jüdische Seelen. — Nach der neuerdings stattgefundenen Bevölkerungsaufnahme zählt Frankfurt a. M. 15,766 jüdische Seelen. — Mit Bezug auf Märkisch- Friedland (S. 65) wird uns berichtigend mitgeteilt, daß daselbst noch eine jüdische Gemeinde von etwa 50 jüdischen Familien bestehe. — Der israelitische Unterstützungs-Verein in Wiesbaden versendet seinen siebzehnten Rechenschaftsbericht. Derselbe hat für seine Thätigkeit ein weites Feld, indem er auch den armen Kranken, die in den Bädern und Heilanstalten Genesung suchen, stützend zur Seite steht und darum von reichen Kurgästen während der Saisonzeit Beachtung und Unterstützung durch Zuweisung von Spenden verdient. Der Verein, an dessen Spitze die Herren Rabbiner Dr. Silberstein, Moritz Dam» und Lismann Strauß stehen, besitzt bereits ein Vermögen von Mk. 10,447.20 und hat im abgelaufenen Jahre die Einnahmen mit Mk. 4,054.62 verausgabt. — Unter den 281 Schützlingen des Pestalozzi-Vereins in Frankfurt a. M. befinden sich auch 13 israelitische Kinder. Im jüngst ansgegebenen Berichte heißt es: „Wir werden fortfahren in unserm Verein die verschiedenen Konfessionen zur Zusammenarbeit auf dem Gebiete werkthätiger Nächstenliebe zusammenzuführen." Es wird ferner der Wunsch ausgesprochen, es inöge eine Aufnahmsstütte für verwahrloste und sittlich gefährdete Kinder jüdischer Religion gegründet werden. Es soll bereits von hochherziger Seite die Erfüllung dieses angeregten Wunsches zugesagt sein. — Der israelitsche Krankenunterstützungs-Verein in Stuttgart, der 244 Mitglieder zählt, verausgabt an Kranke durchschnittlich jedes Jahr 2300 Mk. Derselbe besitzt bereits ein Vermögen von 24,450 Mk. — Der „Studien- und Arbeiterbeförderungs-Verein in Kaiiern" hat den Bericht über seine Thätigkeit im

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