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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1888-03-01 · Heft 3 (1.3.1888) · p. Seite 55

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
8 (1888)
Issue
Heft 3 (1.3.1888)
Date
1888-03-01
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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55 und Huldigung mir dar, bedecken mit ihren Weihegeschenken und Opfergaben meine Altäre und verherrlichen meinen Namen, der groß ist in ihrer Mitte unter allen Völkern der Erde. Das ist der Gott, dem Israel vertraut, dessen Lehre es bekennt, dessen Willen es erfiillt, dessen Dienste es sich geweiht; das ist der Gott, der unser Schutz und unsere Zuflucht ist in den Zeiten der Not, unser Ruhm und unsere Herrlichkeit, wenn die Ehre der Völker uns umgiebt. Ewig lebt unser Gott und ewig besteht auch Israel, so es auf den Wegen Gottes wandelt und nicht der Lüge und Frevelhaftigkeit sich anschließt und hingiebt. Gepriesen sei unser Gott in aller Ewigkeit! rief R. Elieser aus, und gepriesen und verherrlicht sei in aller Welt der Gott des Lichtes und der Wahrheit! tönte es in dem Munde des römischen Weisen und mit diesem Scheidegruße gingen sie auseinander. Wir haben dem Inhalte dieses Zwiegesprächs nur weniges hinzuzufügen. Der Alte, der die Ratschläge des auf Unheil sinnenden Esau vereitelt, lebt heute noch, unser Gott wird uns nicht verlassen und nicht preisgeben, so lange wir ihn nicht verlassen und selbst den Bund der Treue brechen, der von alten Tagen her mit dem Ewigen uns vereint hat. Wir sollen nicht das Verderben und den Untergang unserer Feinde herbeiwünschen, nicht Haß mit Haß vergelten, nicht dem blinden Vorurteil von gegnerischer Seite mit der eigenen Selbstverblendung beizukommen vermeinen, wir sollen vielmehr unsere Feinde zu belehren und zu bessern suchen und zwar zunächst dadurch, daß wir an uns selbst die bessernde Hand anlegen, uns selbst darüber belehren, was wir als die Träger der unvergleichlichen und unvergänglichen Gotteslehre, die die Seele und Stütze unseres Lebens ist, der Menschheit, Gott und auch uns selbst schuldig sind. Das ist einmal eine feststehende Thatsache. An uns selbst müssen wir den Anfang machen, von innen muß die Stärkung und Erhebung kommen, das Göttliche muß wieder in Israel lebendig werden, neues geistiges Leben muß in unsrer Mitte erwachen, wir müssen unserem Gotte wieder angehören, dann mögen unsere Wiedersacher noch so böse Anschläge ersinnen, noch so verderbliche Ratschlüsse gegen Israel ins Werk zu setzen suchen; es wird nicht gelingen, wie es Haman nicht gelungen, von dem das Purimfest berichtet, denn Israel lebt in seinem Gotte und Gott lebt in seinem Volke. Der Herr ist unser Hüter und Verteidiger und unsere Feinde niacht er zu Schanden. „Sie werden bauen und ich werde zerstören", spricht der Herr und anstatt des Frevels siegt das Recht, anstatt der Lüge die Wahrheit, alle Völker wandeln einst im Lichte der Wahrheit, auf den Bahnen des Heiles und die Frucht der Gerechtigkeit ist der Friede, die Eintracht, die Verbrüderung aller Menschen und Völker für und für. Der Ginfluß Mendelssohns auf das allgemeine deutsche Schulwesen. Wer die Methodik für die verschiedenen Schulfächer und noch insbesondere die Katechetik für den Religionsunterricht gründlich studiert und ihre zweckentsprechenden Theorien sich zu eigen gemacht, alsdann aber in einer Schule eine Zeit lang die sokratische Methode (Lehrform) beim Religionsunterricht mit Eifer

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