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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1885-08-01 · Heft 8 (1.8.1885) · p. Seite 186

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 8 (1.8.1885)
Date
1885-08-01
Page
Seite 186 (sequence 18)
Language
German
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186 vulgata“ hat derselbe Antiquar 78,000.ÜDif. bezahlt. — Bon der deutschen Uebersetzung der Mi s ch n aj o t h von Dr. A. Zammtrr ist die II. Lieferung (S. 33 —64) in Berlin (H. Ihkowski) ausgegeben worden. — In der Z. Kauffman'schen Verlagsbuchhandlung in Frankfurt a. M. sind *bie vierundzwanzig Bücher der heiligen Schrift, von Dr. Zun; übersetzt, in elfter Auflage zum Preise von 3 Mk. 60 Pf. erschienen. — Von Herrn Drisch Goldenberg in Tarnopol liegen uns Aushängebogen seines bald zu erscheinenden Werkes „Die Sitten und Gebräuche der alten Hebräer" vor, in welchem der Verfasser sehr geistvolle originelle Auffassungen schwieriger Bibelstellen mitteilt. Wenn man auch nicht mit Allem, was Herr Goldberg, der oft von seinen Ideen fortgerissen wird, übereinstimmen f' kann, so wird man durch diese Studien zu weiterem Forschen tüchtig angeregt und aus breitgetretenen Denkgeleisen auf neue Wege geführt. Wir werden auf dieses Werk bei seiner vollständigen Veröffentlichung noch zurückkommen. — Von ■ Herrn Dr. Adolf ÄellineK ist erschienen „Der jüdische Stamm in nichtjüdiWßi I Sprichwörtern. Dritte Serie. Französische, italienische, rumänische und slavMe. I Sprichwörter" (Wien, 1885, Verlag von Hermann * Altmann). — Diese geist-> I vollen Studien, die früher die „Neuzeit" zierten, werden durch diese Separat- I ausgabe weiteren Kreisen zugänglich gemacht und mit großem Interesse gelesen I werden. Gewidmet hat Herr Dr. Mittels, der schon über 40 Jahren mit Meister- ' I schaft seines Predigtamtes waltet, diese Schrift seiner Tochter Paula, die am I 5. Mai dieses Jahres mit dem Hof- und Gerichtsadvokaten Herrn Dr. Heinrich Wechrberg in den Bund der Ehe getreten. — Am 9. Mai hielt Herr Gaston 1 Pari», Mitglied des Institutes, auf Veranlassung der 8ooiv1v des etudcis juives I in Paris daselbst einen Vortrag über die Fabel von den-drei Ringen, welche I Leffimi durch seinen Nathan so schön populär gemacht hat. Nach der Meinung -jk des Vortragenden rühre die erste Version dieser Sage, die von Juden erfunden 1 worden sei, um ihren Glauben zu verteidigen, ohne mit den Christen in Conflikt I zu geraten, von einein Rabbi in Spanien her. Im Mittelaller haben sich die I Christen dieser Sage bemächtigt und waren in Frankreich drei Versionen dieser I Fabel im Umlauf. In Italien hat Bocaccio diese Sage ungefähr so gestaltet, I wie später Fessing. — In der am 4. April in der asiatischen Gesellschaft zu I Paris stattgefundenen Sitzung wurde über Exod. 4, 25. 26 verhandelt. Herr I U. Auval schlug die Uebersetzung vor: Sie nannten dann die 'Beschneidung I „chatan-damim.“ Auch Herr Krochmal in Frankfurt teilte uns jüngst eine ähnliche Auffassung der Stelle mit. — Jalvatore de Kenedetti, der Rektor der Universität in Pisa, hielt beim Antritte seines Amtes einen Vortrag über „das alte Testament und die italienische Litteratur". — Herr Dr. Julius Juerst in Mannheim gedenkt demnächst ein Glossarium der im Midrasch-rabba, Pesikta und Tanchuma vorkommenden lateinischen und griechischen Wörter herauszugeben. In den „Theologischen Studien und Kritiken von Wstlin & Kiehm" (1885 II. Heft) findet sich eine größere Arbeit „Die Begegnung Abrahams mit Melchisedek" von Gustav Kitsch. — Ueber den „Hep Hep" Ruf, den man bisher aus \ den Anfangsbuchstaben von „Hierosolima est perdita„ ableitete und den man nur für Juden gefährlich hielt, ist jüngst nachgewiesen worden, daß er in Franken und in der Pfalz für Christen und Juden gleich bedrohlich war. In diesen Gegenden hauste nämlich eine Räuberbande unter Führung des sogenannten baierischen Hiesel in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, welche Hep Hep zum Losungsworte hatte, die Anfangsbuchstaben von „Her Eure Patzen". — Ueber die Geschichte der Juden in Milien haben die katholischen Priester

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