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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1885-07-01 · Heft 7 (1.7.1885) · p. Seite 158

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 7 (1.7.1885)
Date
1885-07-01
Page
Seite 158 (sequence 14)
Language
German
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158 pflegten folgendermaßen zu schreiben: „Ein Hebräer erzählte mir es, ich habe es von einem Hebräer gehört, dies ist eine Meinung der Hebräer." Auch der berühmte katholische Schriftsteller Molitor (Philosophie der Geschichte Bd. I. S. 447 Münster 1857) zeigt, daß nicht blos die obgenannten Kirchenväter, sondern auch Tertullian bei den Talmudisten gelernt und talmudische Traditionen in seine Schriften ausgenommen hat. So die Sage, „daß die Aegypter an die Israeliten die Forderung gestellt hätten um die Rückerstattung der vor ihrem Auszug entliehenen Kostbarkeiten, was von den Israeliten mit den Worten beantwortet wurde: „Jawohl, allein erstattet uns zuvox den unseren Voreltern noch schuldigen Lohn für die während 4M Jahre verrichteten Arbeiten." (Sanh. 91; Beresch. r. c. 51 und Tertullian ad Marc. II). „Aus diesem Allem geht hervor, daß die alten Väter der Kirche die jüd. Tradition für recht gehalten haben," sagt Molitor. Wonaisschau. Herr Dr. Levin, bisher in Coblen;, wurde als Rabbiner nach Freiburg in Baden berufen. — Die Berliner Gemeinde hat ihre drei Rabbinatsassesoren zu Rabbinern ernannt. An die Ernennung eines Oberrabbiners daselbst, von der die Blätter berichten, wird augenblicklich nicht gedacht. — Neue Bnai-Berith Logen wurden eröffnet in Magdeburg, Dresden und Krru;bnrg. — Am 24. und 25. Mai tagte in Herford die Konferenz des Vereins isr. Elementarlehrer für Westfalen und die Rheinprovinz. — Am 25. und 26. Mai fand in Magdeburg die Konferenz des Vereins der jüdischen Kultusbeamten Mitteldeutschlands statt. — Am 10. Mai feierte Herr vr. Mannsbach, Prediger und Seminarlehrer in Münster, fein 25 jähriges Amtsjubiläum. Der Jubilar hat sich daselbst um Schule und Synagoge sehr verdient gemacht und wurde an diesem Tage vielfach beglückwünscht. — In Mühlheim a. K. wurde am 3. Mai das Fest des hundert-, jährigen Bestehens des dortigen Synagogenvereins begangen. Herr Religionslehrer Brisch hielt die Festrede. — Am 3. Mai feierten Herr Joseph Fellheimer und seine Frau in Göppingen ihre goldene Hochzeit. Herr Rabbiner Her; hielt eine Ansprache an das Jubelpaar. — Zur Erinnerung an die goldene Hochzeit Ir. Majestät des Kaisers wurde in Emden ein Asyl für hilfsbedürftige, arbeitsunfähige, altersschwache Israeliten gegründet. — Am 17. April fand in Nördlingen die feierliche Grundsteinlegung einer neuen Synagoge statt. — Am 11. Mai starb in Hamburg Herr Rabbiner Or. Joseph Äsaabsohn. Er stammte aus Filehne und bekleidete die Rabbinate Kranlrsurt a. d. O., Emden, Rotterdam und Kilrhne. Der Verstorbene erfreute sich eines guten Namens als Redner. — Im Jeschuru», begründet von Zamson Kaphael Hirsch, finden sich in letzter Zeit Ausfälle gegen Lehmann in Mainz und gegen die Bibelexegese an dem Seminare zu Berlin unter Leitung Hildesheimers. Die Orthodoxie dieser Herren und ihres Anhanges scheint also doch nicht so ganz korrekt zu fei«. — In Nordhausen wurde am 15. April der Weber Eduard Maier aus Hleicherode, der durch Verbreitung antisemitischer Flugschriften den Landfrieden gefährdet hat, entgegen dem Anträge des Staatsanwaltes auf 1 Monat Gefängnis und Tragung der Prozeßkosten vom Gerichtshöfe freigesprochen. — Im Berliner Alhambratheater wurde die Aufführung „Die Juden in Worms" polizeilich verboten. — In Liegnih wurde «

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