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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1885-05-01 · Heft 5 (1.5.1885) · p. Seite 111

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 5 (1.5.1885)
Date
1885-05-01
Page
Seite 111 (sequence 15)
Language
German
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111 12,780 fl. für Schulsubventionen, 12,400 fl. für Gemeindesubventionen, 11,530 fl. für Personalunterstützungen, 2,448 fl. für Bildungs- und Humanitätsanstalten, 420 fl. für Landes-Rabbinat. Die schon im Jahre 1867 in der Notablen-Versammlung in Brün» ausgesprochene Notwendigkeit der Gründung einer jüdischtheologischen Fachanstalt wird neuerdings in Mähren in Erwägung gezogen und sind bereits Gelder zu diesem Zwecke bewilligt worden. — Herr Jamal in Paris wurde zum Direktor des Nationalinstituts für Taubstumme ernannt. Herr Balomon Keinach daselbst wurde mit einer archäologischen Mission nach Tunis betraut. — Zu Rittern der Ehrenlegion wurden ernannt: Herr Mar Crememh, Herr Emile Pereire» Herr Alfred Mayrargues, Herr A. A. Kodrignes, Herr Fabrik- Direktor Kerger und der Verlagsbuchhändler A. Godchau. Herr Furien Levy ist mit der Stelle eines wissenschaftlichen Direktors des berühmten Institutes „Samte Barbe" betraut worden. Herr Oberrabbiner Weil in Marseille wurde für seine Thätigkeit während der Cholera zum Offizier des öffentlichen Unterrichts ernannt. — In Sich unter dem Walde wurde Herr E. Koller, der auch den deutsch-französischen Krieg in hebräischer Sprache beschrieben, zum Rabbiner erwählt. — Herr Josef Israels, ein holländischer Maler, wurde zum korrespondierenden Mitgliede der Academie des beaux arts de France erwählt. — In Frankreich, wo die Ehescheidung staatsgesetzlich verboten war, ist seit dem Jahre 1816 keine Scheidung nach jüdisch-religionsgesetzlichem Ritus vorgekommen. In letzter Zeit, wo die Staatsgesetze eine Scheidung gestatten, wurde nach langen Jahren eine solche nach jüdischer Vorschrift vorgenommen. — Aus Anlaß des 25 jährigen Bestehens der „Alliance Jsraelite" hielt Herr Rabbiner Iador Kahn am 1. März die Festrede in der Synagoge (rne de la victoire)i die in all ihren Räumen von einem gewählten Publikum gefüllt war. Er schloß mit dem Wunsche, es möge die Zeit kommen, daß ein solcher Verein nicht mehr nötig wäre. Es ist ein interessantes Zusammentreffen der Anschauungen, daß auch Herr Rabbiner Dr. K. Brüll in Frankfurt a. M. am Schluffe seiner aus diesem Anlasse gehaltenen Festrede demselben Wunsche Ausdruck gab. Es sind uns über an diesem Tage gehaltenen Feierlichkeiten in den verschiedensten Gemeinden Israels Berichte zugegangen, die alle Zeugnis davon oblegen, daß in den weitesten Kreisen das Interesse für diesen Verein wach und lebendig ist. — In Paris wurde ein sogenanntes Chaslidim- Stübel eröffnet. — In St. Louis haben die Chaffidim zum Besten der Erhaltung ihrer Synagoge einen Maskenball veranstaltet, da sie nicht wohlhabend genug sind, ihre Synagoge zu erhalten. — Die portugiesische Gemeinde in London hat Beschluß gefaßt, zwei neue Gotteshäuser zu erbauen. — In Cambridge hält Herr vr. Ichiller-Ssinessy Vorträge über den Talmud. Dr. Taylor hat der Universität eine größere Summe übergeben, um den Lector drei Jahre zu unterstützen. — In Padua wurde am 18. Februar der Professor und Deputierte Emiiio Morpurgo zu Grabe getragen. Er wurde zu Padua im Jahre 1836 geboren und war hervorragend als Gelehrter und Staatsmann. An der Bahre sprach Herr Rabb. Aüksandro Zamatto die Gebete. — In Uerceüi starb Herr Oberrabbiner G. K. Levi, der den „Educatore Jsraelitica" redigierte. — Tamaso Montefiore's Oper „Bacio al portatore" hat bei der Aufführung vielen Beifall gefunden. — Mrriro Levy in Reggio wurde als Deputierter erwählt. Derselbe, ein vielfacher Millionär, hat seiner Vaterstadt eine halbe Million Lire zur Einführung einer Wasserleitung geschenkt. — Anfangs März tagte in Kew-Kork die Konvention des Ordens „B'nai B'erith", an welcher je ein Repräsentant der verschiedenen Logen Teil nahm. Präsident des Ordens ist Herr Julius Bie». — Die schwedische Regierung

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