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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1884-10-01 · Heft 10 (1.10.1884) · p. Seite 239

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
4 (1884)
Issue
Heft 10 (1.10.1884)
Date
1884-10-01
Page
Seite 239 (sequence 21)
Language
German
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— 23g --- Lublin und Kiew in ihren Reden und Hirtenbriefen die Lehren der Humanität in den Vordergrund stellen, zum Frieden und zur Brüderlichkeit im Leben auffordern und davor warnen, den Juden mit Haß und Leidenschaft zu begegnen. Die Juden wissen auch solche Männer, die ihren geistlichen Beruf in so edler Weise auffassen, zu würdigen? So wurde neulich in der Synagoge zu Jekaterinoslaw ein Gebet für den Bischof Malrarij von Uishui-Nowgorod verrichtet, welcher in einem Hirtenbriefe die Vorgänge daselbst verurteilte. — Am 22. Juli hielt Herr Adolf Kadyn, der nach Amerika als Rabbiner einer jüdischen Gemeinde berufen wurde, in Lob; einen Vortrag iiber Lessings kulturhistorische Bedeutung vor Juden und Christen. In derselben Stadt haben die Chassidim am verflossenen Wochenfeste gegen die jüdischen Aufklärer einen fiirchterlichen Kampf eröffnet, der sie geistig noch unter den bestialischen russischen Kazapen stehend zeigt. Alle hebräischen Bücher, die im Verrüfe stehen und jüdisch-deutsche Biicher sollten verbrannt werden. Viele Juden wurden durch Juden mörderlich geschlagen und verwundet, das Volk wurde voll den Chasiidiin fanatisiert und öffentlich wurde es als eine große Gottesthat gepriesen, den Aufklärern den Schädel zu zerschmettern. Besonders arg wurde ein Buchhändler mitgenommen. — In Rumänien werden Vereine gegründet, um die Juden ganz zu Grunde zu richten und ihnen jeden Nahrungszweig abzuschiieiden, auch sollen die reichen Juden daselbst für ihre armen Brüder wenig Teilnahme an den Tag legen. Handwerk sollen die Juden weiter nicht üben dürfen, es sei denn, sie hätten in staatlichen Handwerkschulen ihre Lehrjahre durchgemacht, zu welchen sie aber keinen Zutritt finden. Und zum Anwalt solcher Bestrebungen hat sich auch die „Kölnische Zeitung" hergegeben, indem sie sich (1. August) von ihrem Spezialberichterstatter schreiben läßt: „Nun ist aber die hiesige, rumänische, bukowinische und teilweise galizische Judenschast durchweg orthodox. Der Religionsgebrauch ist ein bis zur äußersten Starrheit getriebener Fanatismus; der Aberglaube der Massen spottet desjenigen der allertiefsten Volksschichten in den entlegensten christlichen romanischen Ländern. Dabei ist der Jude hier unglaublich schmutzig, grausam und gewaltthätig, in gewisser Richtung roh-sinnlich. Was über die abergläubischen Gebräuche der Juden bei Heiraten, Geburten, gewissen Todesfällen glaubwürdig erzählt wird, entzieht sich der Möglichkeit der Beschreibung. Unduldsamkeit ist der Grundzug dieser jüdischen Religionsübung. —-Und nun erwäge man die ganze Schmutzigkeit dieser durch elende Lebensweise bei der zahlreichen Fortpflanzung naturgemäß körperlich immer tiefer herabgekommenen Rasse, bedenke, daß die Religionsübung derselben ein abstoßendes Zerrbild des ursprünglichen Glaubens ist, daß die Juden trotz ihres langen Zusammenseins mit der eingeborenen Bevölkerung noch nicht gelernt haben, ein zerrissenes eigenes Kleidungsstück zu flicken, vielmehr einen zerrissenen und zerfetzten Kaftan über den andern anziehen, und selbst einen dritten und vierten, weil doch nicht überall Loch auf Loch zu treffen pflegt, daß für nichts als materiellen Erwerb Sinn bei diesem Abschaum des erwählten Volkes Gottes anzutreffen ist,-— man wird begreifen, daß nicht der Zigeuner, der nur darauf aus ist, zu leben, sondern der Jude, dessen Trachten dahin geht, reich zu werden um jeden Preis, hier verachtet ist wie das schmutzigste Tier und gehaßt wie der erbittertste Feind und Widersacher gegen Blut und Leben der besitzenden Klasse." — Man sollte meinen, die rumänischen Bauern und Edelleute wären die reinsten Engel! Der Botschafter Oesterreichs in Bukarest wurde beauftragt, die jüdischen österreichischen Unterthanen in Rumänien vor Vergewaltigungen zu schützen, auch die englische Regierung, die einen Konflikt zwischen dem Artikel 44

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