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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1884-02-01 · Heft 2 (1.2.1884) · p. Seite 47

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
4 (1884)
Issue
Heft 2 (1.2.1884)
Date
1884-02-01
Page
Seite 47 (sequence 23)
Language
German
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47 Verwirklichung näher geführt. — Prof. Euting aus Straßburg hat die Ruinen einer bisher unbekannten Synagoge in Palmyra entdeckt. Die in derselben aufgefundene Inschrift soll aus dem zweiten Jahrhundert stammen. — Von der „üevue äs Ptuäss juives“ (um deren regelmäßige Zusendung wir bitten) ist die dreizehnte Lieferung Juli—September 1883 (Paris, Durlacher), sehr wertvolle literarische Beiträge enthaltend, erschienen. — Herr Levy Bing hat unter dem Titel „La Linquistique d^vol^e“ (Paris, F. Vieweg, Libraire) ein größeres Buch veröffentlicht. Er spricht gegen die Einteilung in zwei verschiedene Menschenstämme mit zwei verschiedenen Ursprachen, aus welchen die anderen Völker und Sprachgruppen hervorgegangen sind. Herr Levy Bing hat auf seine Forschungen viel Fleiß angewandt und sorgfältige Beobachtungen angestellt und wenn man auch nicht in Allem und Jedem mit ihm übereinstimmen kann, muß man doch seine Leistung rühinend hervorheben. Er hält die Phönizier, die ihre Sprache zu einer phonetischen erhoben haben, für die Erfinder des Alphabets; von den Phöniziern sollen alle anderen Völker das Alphabet und die phonetische Umgestaltung ihrer Sprachen erlernt haben. Dadurch sei das Phönizische gewissermaßen die Ursprache und darum trage auch das Hebräische, welches als phönzisch zu betrachten sei, in sich die Elemente einer Universalsprache. — Graetz 11. Band der jüdischen Geschichte ist in französischer Uebersetzung von Wogne herausgegeben worden. — In Bordeaux hat Herr Henri Gradis ein Drama mit dem Titel „Jerusalem" veröffentlicht. — Am 20. Dezember hielt Herr Dr. N. Brüll im Mendelssohn-Verein einen Vortrag über Handels- und Forschungsreisen jüdischer Touristen im Mittelalter. — Wir schließen diese zwanglose Chronik, die wir auf Wunsch vieler unserer Leser regelmäßig fortführen werden, mit der Mitteilung, daß der Cyclus jüdischer Bilder von Prof. Oppenheim durch den Maler Hermann Junker in Frankfurt a. M., der bereits durch die im Jahre 1870 erschienenen zwei Szenen aus dem Lager der Deutschen bei Metz „Die Andacht am Vorabend Kol Nidre" und „Am Jom Kippur" bekannt ist, fortgesetzt werden soll. Eine dieser Arbeiten liegt bereits in einem Oelgemälde ausgeführt vor „Abend des Versöhnungstages", darstellend die Szene des Gebetes im Mondscheine. Im Frankfurter Kunstverein hat dieses Bild lebhaftes Interesse erregt. Es soll noch folgen „Die Brautwerbung" und „Das Verhör beim Kreishauptmann". Referat. Wissenschaftliche Uorträge, die auf dem Gebiete der vergleichenden Sprachwissenschaft sich bewegen, von Professor Samuel Kämory, I. Heft, Preis 52 Pf. Wien und Preßburg. Der Name des Verfassers, der hier an der Protest, theol. Fakultät Hebräisch und Arabisch, am Lyceum -Latein und Griechisch tradirt, hat auf schriftstellerischem Gebiete bei uns seinen guten Klang erworben und ist derselbe durch seine Studien, besonders durch seine ungar. Übersetzung der Bibel, der jetzt die Übersetzung des Koran folgt, als Gelehrter bekannt. Das genannte Heft ist der Beginn eines 40 Bogen umfassenden Werkes, das der Forschung über den Ursprung der

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