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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1883-11-01 · Heft 11 (1.11.1883) · p. Seite 257

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
3 (1883)
Issue
Heft 11 (1.11.1883)
Date
1883-11-01
Page
Seite 257 (sequence 17)
Language
German
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gleicher Weise für die Menschheit gearbeitet haben, die einen, indem sie zu Jerusalem beteten, um Gott zum Menschen herabsteigen zu machen, die anderen, indem sie zu Athen philosophierten, um den Menschen zu Gott hinaufsteigen zu machen, daß, sagen wir, diesen beiden Völkern zuweilen in unverzeihlicher Weise ihre religiösen Verschiedenheiten den Grund zu Feindseligkeiten geben. Wir freuen uns sehr, daß diese in der jüngsten Zeit nur höchst selten zum Vorschein kamen, sowie daß die unter diesen beiden Völkern ganz ungerechtfertigten Anfeindungen und Streitigkeiten fast gänzlich anfhörten. Wir schließlich sind unerschütterlich überzeugt, daß die religiöse Verschiedenheit, welche bekanntlich darin besteht, daß bei den Juden noch bis zur Stunde der Messias verheißen wird, bei uns Christen aber der Glaube herrscht, daß er schon gekommen sei, daß dieser Unterschied niemals ein Hindernis sein darf, daß Menschen aus diesen beiden Völkern, wo sie sich finden, iu Liebe und gemeinsamer Harmonie leben. Vielmehr muß dies aber geschehen, da derselbe Gott, welcher einst zu euch Juden gesprochen hat: „Ihr sollt niir sein ein heiliges Volk vor allen Völkern, ihr sollt mir Hohepriester und ein heiliges Volk sein", derselbe Gott, da er Fleisch geworden in dieser Welt erschien, auch uns Christen verkündete: „Ihr erwähltes Volk, Hohenpriester, heiliges Volk" (A. Petr. 2. 9). Wir wünschen endlich von Herzen, Ehrwürdigster, fest überzeugt, daß auch Sie das wünschen, daß Juden und Ehristen den Geist der eigenen Religion erkennend, den unversöhnlichen Haß verabscheuen mögen, jeden religiösen Streit und jede Feindseligkeit ruhen lassen und in Liebe und gemeinsamer Harmonie leben mögen. In dieser Liebe begrüßen wir Sie, Ehrwürdigster, und hoffen, daß sich die Wünsche von uns beiden erfüllen werden und verharren mit geziemender Hochachtung Athen, 11. Juli 1883. Der Archimandrit: Dionysios Latas." Aber die Ackerbau- und soziale Kesehgeßung der alten Juden. Vortrag gehalten in dem Wolthätigkeits-Verein zu Bielefeld am 10. Januar 1881 von dem Rechtsanwalt und Notar Metz zu Bielefeld. (Fortsetzung.) Neben dem Ackerbail und der Obstkultur wurde die Viehzucht ganz besonders gepflegt, namentlich die Zucht von Rindern, Schafen und Ziegen. Pferde waren im Lande wenig vorhanden, sie eigneten sich nicht für die gebirgige Natur desselben. Dagegen war der orientalische Esel, welcher übrigens im Gegensätze zu seinem europäischen Bruder ein munteres nnd gelehriges Thier ist, sehr stark vertreten. Das Reiten auf Pferden galt in den alten Zeiten als ein Zeichen von Hochinut, der Bescheidene ritt auf einem Esel, die Vornehmen nach den« alten Deborahliede auf weisen Eselinnen. Bei der Fruchtbarkeit des Bodens und der rationellen Bewirtschaftung desselben, sowie bei der Genügsamkeit und Einfachheit der alten Israeliten reichte

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