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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1883-08-01 · Heft 8 (1.8.1883) · p. Seite 187

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
3 (1883)
Issue
Heft 8 (1.8.1883)
Date
1883-08-01
Page
Seite 187 (sequence 19)
Language
German
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— 187 — „In deinem Volke sei jeder ein Gerechter. In Ewigkeit gehört ihnen die-Welt. Es ist ein Sproß meiner Pflanzung, ein Werk meiner Hände. Der Kleinste wird zu tausend, der Jüngste zu einer mächtigen Nation. Ich der Herr werde es zu einer Zeit beschleunigen." (Das. 21, 22.) „Dann bist du zum Sendboten ersehen, auf den ich mich stütze, mein Auserwählter, den meine Seele fordert. Ans ihn habe ich ineinen Geist gelegt, er wird offenbaren den Völkern mein Recht. Nicht ruhen, nicht rasten wird er, bis er eingesetzt im Lande das Recht und die wahre Lehre, auf die die Eilande harren." (Jes. 42., 1—3, 4.) „In der Zukunft wurzelt Jakob, blüht und sproßt Israel und erfüllen die Welt mit Früchten." (Jes. 27., 2.) „Also spricht der Herr, der die Himmel schuf und sie ausgespannt, der ausgedehnt hat die Erde und ihre Sprossen, der Geist verleiht dem Volke und den Odem den darauf Wandelnden: für Recht habe ich dich gerufen und faßte dich an deiner Hand. Ich habe dich gebildet und eingesetzt zum Bunde der Völker, zum Lichte der Nationen, den Blinden zu öffnen die Augen, den Gefesselten zu lösen die Bande, zu befreien die Nachtbewohner von der Haft. Ich bin Iah, das ist mein Name. Vorhersagnngen, sie trafen ein, das Neue gebe ich kund; bevor sie werden, laß ich sie euch wissen. Ein neues Lied singet dem Herrn, sein Lob vom Endpunkt der Erde; die ihr das Meer befahret und was es füllet, ihr Eilande und deren Bewohner. Aufjauchze die Wüste und ihre Städte, die Dörfer, die Jeder bewohnt, es jubeln die Felsenbewohner, vom Gipfel der Berge rufen sie freudig und geben Ehre den« Herrn und verkünden sein Lob den Eilanden." (Jes. 42., 5—13.) Gine Weminiscenz. Die April-Ausgabe der „Hebrew Review“ wirft in einer „Reminiscenz" einen Rückblick auf das Leben des, im vergangenen Jahre in Cincinnati verstorbenen, hochverdienten Rabbiner Dr. Max Lilienthal, Gründers der Rabbinical Litorary Association, und einzigen Herausgebers des Organs derselben der „Hebrew Review", welche durch den beklagenswerten Tod des Verstorbenen neun Monate lang mit ihrem Erscheinen zurück blieb. Da das Leben., und Wirken Dr. Lilieuthal's ein großes Interesse für jeden, mit aufrichtiger Überzeugung dem wahren Fortschritte huldigenden Israeliten hat, so teilen wir hiermit die oben erwähnte Reminiscenz in abgekürzter Übersetzung mit. Ein Freund des Verstorbenen erzählt Folgendes: Im Jahre 1846 wurde ich bei dem Rabbiner Dr. Max Lilienthal, damals Hauptrabbiner dreier deutscher Gemeinden in New-Aork eingeführt. Er war 7—8 Monate in den Vereinigten Staaten gewesen. Seine Wohnung in Eldridge Street, war ein bescheidenes Heim ohne Luxus, nur durch eine Bibliothek im hinteren Sprechzimmer, und die Gegenwart seiner ausgezeichneten Frau Josephine (Peppi), geborene Netter, aus München, und ein Kind Elisa, nun Mrs. Werner ausgezeichnet. Da mir die Doktorenlaufbahn des Rabbiners, sein Universitätsgang in München unter Lehrern, tote Schelling, Schubert, Görres, Sepp und anderen bekannt war, und nachdem ich auch seinen Band Predigten, seine Berichte über 17*

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