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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1882-08-01 · Heft 8 (1.8.1882) · p. Seite 181

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
2 (1882)
Issue
Heft 8 (1.8.1882)
Date
1882-08-01
Page
Seite 181 (sequence 13)
Language
German
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181 Tisza-Eszlär zerreißen, die Unschuld der Juden und die Wahrheit der Sache ans Licht fördern werde. Die Geschichte der Blutbeschuldigung der Juden aber, die bereits einen großen Band repräsentirt. ist durch den neuesten Fall vom April 1882 und durch die erst jetzt historisch gewordenen älteren Fälle aus Ungarn um viele traurige Blätter reicher geworden. Preß bürg im Juni 1882. Rabbiner Dr. David. Are Juden in Kicil'ien von Jsidoro La Lumia, aus dem Italienischen übersetzt von — d — I — Fortsetzung. In einem anderen Gesetze von 1224, eine Prüfung der Hebräer in Gewissenssachen und die Unzucht mit christlichen Frauen betreffend, befahl der Kaiser, daß die Juden zur Unterscheidung von dem übrigen Volk irgend ein Abzeichen an ihrer Kleidung tragen mußten. In dem hartnäckigen Kampfe mit Rom tvurde Friedrich selbst ketzerischer Meinungen und heidnischer Gottlosigkeit angeklagt und dadurch dem Haß und dem Argwohne seiner Unterthanen überliefert. Er unterwarf sich soviel als möglich in bescheidener Demut. Die theokratischen Waffen gaben einen thatsächlichen Beweis, wie sehr er sich die Sache des Glaubens zu Herzen nahm. Andrerseits trugen die Überlieferungen der römischen Kaiserwürde, welche dem Mittelalter soviel des Seltsamen und Verderbenbringenden brachten, noch dazu bei. Als Priester des antiken Cultus hatten die römischen Kaiser die Christenheit bei ihrem Entstehen bedrückt und verfolgt. Seitdem Constantin sich zum Evangelium bekannt hatte, richtete man die Verfolgung gegen die Ungläubigen und die Ketzer, und nun durchstöberte die pedantische Unterthänigkeit der Richter die Vergangenheit und fand unter vielen anderen Dingen Beispiele der Strenge gegen die Ungläubigen. Otto Hl. und Friedrich Barbarossa, rvelche beide in großartigem Maßstabe Vorrechte der königlichen Gewalt ausübten, veröffentlichten in diesem Sinne Edikte an das deutsche und italienische Volk, welche ihr Nachfolger, weniger als sie im orthodoxen Eifer befangen, nachzuahmen fürchtete. Die aragvnische Dynastie, die durch die sicilianische Vesper den Thron erlangt hatte, stellte die Freiheiten der Hebräer wieder her, da diese die Verwalter für alles und jedes auf der Insel waren. Friedrich ll. befahl im Jahre 1321, daß die Juden in bürgerlichen Dingen nur weltlichen Beamten unterworfen sein sollten. Sein Neffe Friedrich verordnete später, daß die Richter des heiligen Amtes nie einen Prozeß gegen sie ohne Hinzuziehung der königlichen Beainten und des Appellirens an den königlichen Gerichtshof führen dürften. Jin Jahre 1312 erschien zwar eine Verfügung, durch welche befohlen wurde, daß die Hebräer Palermo's, die in den alten Stadtvierteln und im Cassano ausgebreitet wohnten, sich vereinigen sollten, um jenseits der Stadtmauer zu wohnen. Man schränkte im allgemeineu dem hebräischen Stamme die Freiheit ein, mit den Christen in den verschiedenen Teilen des Reiches zu leben. Jener Befehl blieb aber ohne

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