Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 1 (1881)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1881)
- Date
- 1881-09-01
- Page
- Seite 207 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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207 nimmt, und stellte ihn als leuchtendes Beispiel des Wissens und Strebens hin. Der Schiller sei ein ebenso wichtiger Faktor, er ist das Gegengewicht auf der Waage. Das Bestreben eines tüchtigen Lehrers und eines eifrigen Schülers seien auf einen Zielpunkt gerichtet, nämlich Erforschung der Wahrheit, und dieses Streben finde stets seine Anerkennung. Nicht: „für die Ehre", nicht: für Gold", sondern für die Wahrheit!" sei das Loosungswort für diese Anstalt; den Schülern aber wünsche er, mit Schiller, daß sie nie „die Träunie ihrer Jugend vergessen." Cincinnati sei der passendste Platz fiir eine deratige Allstalt, und tit ihr werde die Anstalt sicher gedeihen. Nachdem er seine persönliche Genngthuung darüber ausgesprochen hatte, daß diese Anstalt mit der großen Universität, der er vorsteht, so eng verbunden sei, schloß Herr Vickers mit dein Wunsche für das Bestehen und Gedeihen des College. Der Präsideilt Bettmann machte dann bekannt, daß eine Menge von Gratulationsschreiben und Telegrammen eingelaufen seien, von denen er jedoch nur den Brief des Komitees für die New-Dorker Territorial-Schule des Hebrew Union College verlas. Die Herren bedauerten in dem Briefe, der Feier nicht beiwohnen zu können und drückten die herzlichsten Wünsche für die gedeihliche Zukunft der Anstalt aus. Unterzeichnet war der Brief von ben Herren Dr. G. Gottheil, M. Schloß, Jonas D. Samson, M. Ellinger, L- Rosenfeld, Louis Asch, M. E. Unger und M. S. Jsaac. Den Schluß der Feierlichkeit bildete der Segen, den Rev. Dr. S. H. Sonneschein von St. Louis sprach. Damit war die imposante Feier geschlossen, die trotz der im Saale herrschenden Hitze das Publikum in unvernrinderter Anzahl bis zum Schlüsse gefesselt hatte. Eine Tour durch das Gebäude bildete eine Nachfeier." Wir schließen diesen erfreulichen Bericht mit dem Wunsche, daß auch in Deutschland eine Heimstätte für die jüdische Wissenschaft gegründet werde, die durch Beiträge sämmtlicher Gemeinden unseres Vaterlandes gestützt werde, auf daß die jiidische Wissenschaft, unser Stolz und unsere Ehre, wieder erstrale in ihrem Glanze zum Segen des Judenthums und zum Heile der Menschheit. Denn nur die Wissenschaft wird uns in so bewegten Zeiten wieder zu bringen im Stande sein den Frieden nach innen und die Achtung von außen. Heschichlsvikder aus der nnchtalmudilchtn Zeit bis auf die Gegenwart (1500—1880). Nach den Quellen bearbeitet von Dr. M. H. Friedländer. (Fortsetzung.) N. 8alomo Ltnja uiiö R. 31to|fs!Witk. Eines Tages wurde er von einem Talmndgelehrten gefragt, ob denn die Hochorthodoxen, die nicht stehend sondernd sitzend die Gebetriemen anlegen, correct handeln? Lnrja entgegnete: Wisse mein geliebter Freund, daß diese neuen Frömmler, die sein wollenden Kabbalisten, die sich stets auf den